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Kräuter

 

Grüner Anis


Pimpinella anisum

Doldenbl�tler
 

Verwendete Teile:


Samen, Essenz


Wichtigste bekannte Bestandteile:


Essenz (Anethol, Methylchavicol, Terpene), St�rke, Zucker, Cholin, Apfels�ure, Harze ...


Eigenschaften:


Innerlich:

  • krampfl�send
  • magenst�rkend
  • bl�hungsverhindernd
  • allgemein anregend (bei Herz, Lunge, Verdauung gleichzeitig auch beruhigend)
  • die Muttermilchproduktion unterst�tzend
  • aphrodisisch (?)
  • harntreibend

bei starker und langanhaltender Dosierung wirkt gr�ner Anis wie eine Droge, verlangsamt den Blutkreislauf, f�hrt zu Muskelschw�che, Blutandrang im Gehirn und zu den Beschwerden, die Alkohol-Mi�brauch zur Folge hat.


Anwendungsgebiete:


Innerlich:

  • nerv�se Verdauungsbeschwerden, Bl�hsucht, Luftschlucken, nerv�ses Erbrechen
  • Migr�nen, Schwindelanf�lle und Augenflimmern, die auf Verdauungsst�rungen zur�ckzuf�hren sind
  • schmerzhafte Monatsblutungen
  • Koliken bei Kindern, Herz- und Kreislauferregung (falsche Brustangina, Herzklopfen), Asthma, Bronchialkr�mpfe, Husten
  • ungen�gende Muttermilchproduktion
  • Impotenz, Frigidit�t (?)
  • verminderte Harnabsonderung

�u�erlich:

  • wird in Zahnpasten verwendet

Anwendungsarten:


Kr�utertee: 1 TL auf 1 Tasse kochendes Wasser, 1 Tasse nach jeder Mahlzeit

Pulver: 0,20 bis 2 g t�glich in Kapseln

Tinktur: 1 bis 3 g pro Tag (1 g = 50 Tr.): Kinder 10 bis 20 Tr. pro Tag

  • Notabene: Die Samen von Anis, K�mmel, Koriander und Fenchel verhindern Bl�hungen; in einer Mischung aus gleichen Teilen verwenden.

Gew�hnliches Basilikum


Ocimum basilicum

Lippenbl�tler

Es gibt ungef�hr 150 Basilikum-Arten (mit Anisgeschmack, mit Bl�ttern in Form von Lattich oder Nesseln usw.); kommt in fast allen Erdteilen vor. Beheimatet in Asien.

Volkst�mliche Namen: Braunsilge, Josefskr�utlein, Hirnkraut, K�nigskraut, K�nigsbalsam, Nelkenbasilie
 

Verwendete Teile:


Bl�tenspitzen und Essenz, die mit Hilfe von Dampf aus den Bl�ttern destilliert wird


Eigenschaften:

  • st�rkend (vor allem die Nerven, laut Bodart), die Nebennierenrinde anregend
  • krampfl�send
  • magenst�rkend
  • darmreinigend
  • das Einsetzen der Monatsblutung f�rdernd

Anwendungsgebiete:


Innerlich:

  • Nervenschw�che (geistige �beranstrengung)
  • Angstzust�nde
  • nerv�se Schlaflosigkeit
  • Magenkr�mpfe, Verdauungsschwierigkeiten
  • Darminfektionen
  • Keuchhusten
  • Schwindelanf�lle
  • Migr�nen
  • Epilepsie (laut Pline)
  • Lahmungserscheinungen, Gicht
  • ungen�gende Menstruationen

Anwendungsarten:


Innerlich:

Kr�utertee: 1 TL auf 1 Tasse kochendes Wasser, 1 Tasse nach jeder Mahlzeit (verdauungsf�rdernd)

Essenz: 2 bis 5 Tropfen t�glich in einer alkoholischen L�sung oder mit Honigwasser

s��es krampfl�sendes Mittel: Basilikum-Essenz 1 g, Majoran-Essenz 1 g, zersto�ener Zucker 50 g, 1/2 bis 1 TL in einer Tasse Lindenbl�tentee nach den Mahlzeiten

�u�erlich:

zu Pulver zersto�ene getrocknete Bl�tter: Niespulver bei Verlust des Geruchssinns nach chronischem Schnupfen

Essenz oder zerriebene frische Bl�tter auf Insektenstichen oder Schlangenbissen (nur als zus�tzliche Hilfsma�nahmel)

  • Notabene: Basilikum kann bei der Zubereitung von Speisen Thymian ersetzen. Vor allem in Suppen, Salaten, Rohkost entfalten sich seine antiseptischen Tugenden.

Bergamotte


Citrus bergamia

Rautengew�chs; Abart des Zitronenbaumes


Verwendete Teile:


Die Essenz, die aus der �u�eren Schale des Samengeh�uses der frischen Frucht gepre�t wird. 100 kg Frucht ergeben ungef�hr 500 g Essenz. Der Fruchtbrei dient zur Herstellung von Zitronens�ure.


Eigenschaften:

  • antiseptisch
  • krampfl�send
  • magenanregend
  • wurmtreibend

Anwendungsgebiete:

  • Appetitlosigkeit
  • Darmkoliken und -Infektionen
  • Verdauungsprobleme
  • Darmparasiten

Anwendungsarten:


Essenz: 0,05-0,30 g t�glich (1 g = 50 Tropfen)

  • Notabene: Bergamotte wird, au�er in der Heilkunde, vor allem zur Herstellung von Parf�m und Feingeb�ck verwendet. Manche Sorten K�lnisch Wasser beinhalten Bergamotte (synthetisches oder nat�rlich hergestelltes). Wenn dieses K�lnisch Wasser vor dem Sonnenbad mit der Haut in Ber�hrung kommt, k�nnen Flecken entstehen, die unter Umst�nden Monate und Jahre bleiben.

Bergbohnenkraut


Satureia montana

Lippenbl�tler

Volkst�mliche Namen: Pfefferkraut, Weinkraut, Herzensfreund. Urspr�nglich in der bergigen Gegend des Mittelmeerraumes zu Hause; liebt Feuchtigkeit und kalte Winter. Auch heute noch ist es in S�dfrankreich weit verbreitet; w�chst auch gern In Lavendel- und Thymianfeldern. In der Antike geno� es bereits hohes Ansehen. Es ist ein wichtiger Bestandteil von Verdauungslik�ren und bestimmten Wundheilmitteln, zum Beispiel von Alkohol, der zur Wundbehandlung bestimmt ist.


Verwendete Teile:


Die ganze Pflanze, Bl�tenspitzen, Essenz

In der K�che wird es aufgrund seines Aromas und der die F�ulnisprozesse bek�mpfenden Eigenschaften geliebt; so geh�rt es unbedingt an Wild, das l�ngere Zeit gelagert werden soll. Auch bei Rohkostgerichten, stark st�rkehaltigen Speisen und bei Tomatensaucen (zusammen mit Salbei) wird es gern verwendet.


Eigenschaften:


Innerlich:

  • verdauungsf�rdernd
  • anregend
  • krampfl�send
  • bl�hungsverhindernd
  • stark antiseptisch, verhindert F�ulnisprozesse
  • wurmtreibend
  • schleiml�send

�u�erlich:

  • wundheilend

Anwendungsgebiete:


Innerlich:

  • Verdauungsschwierigkeiten, Magenschw�che
  • geistige und sexuelle Schw�chezust�nde
  • nerv�se Magenbeschwerden
  • Darmkr�mpfe
  • Darmparasiten
  • Darmg�rungen, Bl�hungen
  • in Deutschland auch bei Durchf�llen
  • Asthma, Bronchitis

�u�erlich:

  • Wunden
  • Insektenstiche
  • Schwerh�rigkeit

Anwendungsarten:


Innerlich:

  • Kr�utertee aus den Bl�tenspitzen: 5 g auf eine Tasse kochendes Wasser. Zehn Minuten ziehen lassen. 3 Tassen t�glich vor oder nach dem Essen. Essenz: 3 biss Tr. in Honigwasser zwei- bis dreimal t�glich nach dem Essen.

�u�erlich:

  • Als Infusion aus der ganzen Pflanze: 25 bis 30 g pro I Wasser. Als Lotion oder in Kompressen auf Wunden. gegen die Schwerh�rigkeit: 3 bis 4 Tr. Pflanzensaft dreimal t�glich ins Ohr tr�ufeln, einmal vor dem Schlafengehen.
  • Notabene: Der Sud des Bergbohnenkrautes mit Wein vermengt wurde fr�her als Mundwasser und bei Geschw�ren im Rachenraum benutzt. Auch Zahnschmerzen wurden mit der Essenz behandelt: Man rieb den von Karies befallenen Zahn mit etwas Essenz ein und tr�ufelte einen Tropfen ins Ohr. Gartenbohnenkraut (Satureia hortensis) hat vergleichbare, aber schw�chere Eigenschaften.

Neue Erkenntnisse

Obwohl das Bohnenkraut nicht zu den offiziell anerkannten Heilpflanzen geh�rt, haben Wissenschaftler in Montpellier vor kurzem eine sehr interessante Studie �ber die bakterienund pilzbek�mpfende Eigenschaft von Bohnenkraut-Essenz ver�ffentlicht* und sie mit den Essenzen von Thymian, Rosmarin, verschiedenen Lavendel-Arten und dem Lavandin verglichen.


Sie haben bewiesen, da� die Bohnenkraut-Essenz anderen Essenzen als Bakterienbek�mpfer weit �berlegen ist.

Diese Ergebnisse sollten bei der Behandlung von Infektionskrankheiten nicht au�er acht gelassen werden.


Bitterorange oder Pomeranze


Citrus aurantium, var, amara

Rautengew�chs

Stammt aus China. W�chst in S�dfrankreich, S�ditalien, Sizilien, Algerien, der Iberischen Halbinsel, Mexiko, Kalifornien, S�damerika und in bestimmten Regionen des Indischen Ozeans.

Durch Veredelung gelang es den Z�chtern, den Citrus aurantium, die s��e Orange, zu entwickeln.


Verwendete Teile:


Essenz der Orangenbl�ten (auch Neroli-Essenz genannt), die durch Dampfdestillation der frischen Bl�ten gewonnen wird. Aus 1 Tonne Bl�ten erzielt man ungef�hr 1 kg Essenz, wobei ein Baum bis zu 30 kg Bl�ten pro Jahr liefern kann.


Eigenschaften:


Setzt die Amplitude der Herzkontraktionen herab, vermindert die Empfindlichkeit des sympathischen Nervensystems, leichtes Bet�ubungsmittel


Anwendungsgebiete:

  • Herzkr�mpfe, Herzklopfen
  • chronischer Durchfall, Schlaflosigkeit

Anwendungsart:


1 bis 3 Tr. mehrmals t�glich mit etwas Honig

  • Notabene:
    1. Aus den Bl�ten wird auch das destillierte Orangenbl�tenwasser gewonnen.
    2. Aus der nicht e�baren Schale gewinnt man die Bitterorangen-Essenz.
    3. Aus der s��en Orange wird die Portugal-Essenz gewonnen.


In diesem Zusammenhang Ausz�ge aus dem Artikel von J. Bosse, der in der 1. Nummer der Zeitschrift Journal du Docteur Nature (Fr�hjahr 1974) erschienen ist:

�Der Bitterorangenbaum liefert uns nicht nur die Bl�ten, die als Symbol der Reinheit gelten; alle Bestandteile dieses au�ergew�hnlichen Baumes k�nnen nutzbringend f�r das Wohlergehen der Menschen eingesetzt werden.�

Beginnen wir unsere Detailbetrachtung mit dem Holz:

Da es sehr hart und widerstandsf�hig ist, wird es seit mehr als hundert Jahren zur Herstellung von Werkzeuggriffen verwendet (Schaufeln, Spaten, Sensen, H�mmer usw.).

Die Bl�tter:

Damit der Baum in ausreichender Anzahl Bl�ten und Fr�chte produziert, mu� er alle zwei Jahre gestutzt werden; dabei werden alte �ste entfernt und st�rende junge Triebe abgeschnitten. Aus diesen wird eine Essenz destilliert, die sowohl in der Arzneimittel- wie auch in der Parf�mherstellung Verwendung findet (vor allem als Basis f�r K�lnisch Wasser).

Die Bl�tter, vor allem von den jungen Trieben, werden einzeln und mit gr��ter Vorsicht von Ende November bis Mitte Februar gepfl�ckt und im Schatten getrocknet. Als Heiltee wirken sie ausgezeichnet bei Verdauungsbeschwerden, haben aber auch beruhigende, kr�ftigende, fiebersenkende und die Schwei�absonderung f�rdernde Eigenschaften. Ein Heiltee aus z/3 Rinde und ,/3 Bl�tter stimuliert den Intellekt, verst�rkt das Ged�chtnis und gibt wieder Freude an der Arbeit.

Die Frucht des Bitterorangenbaumes wird auf die vielf�ltigste Art und Weise verarbeitet. Das Besondere daran ist, da� man nicht nur die ausgewachsenen, reifen Fr�chte verwendet, sondern bereits die kleinen. Sobald sie die Gr��e von Murmeln erreichen, wird ein Teil geerntet. In Zucker kandiert, werden sie von Feinschmeckern sehr gesch�tzt; in Alkohol eingelegt, stellen sie ein ausgezeichnetes Verdauungsmittel nach einem reichhaltigen Mahl dar.

Die Schale der Bitterorange. Wenn die Frucht ihre endg�ltige Gr��e erreicht hat, aber noch gr�n ist, wird ein Teil geerntet. Dann werden lange B�nder abgesch�lt, die an Schn�re oder Schilfrohr geh�ngt und vor Sonne gesch�tzt in k�hler Luft trocknen m�ssen, damit sie ihre gr�ne Farbe beibehalten.

Diese so getrockneten Schalen sind Basis zur Herstellung vieler Aperitifs oder Verdauungslik�re und werden h�ufig mit dem Holz des Cola-Baumes, Chinin und verschiedenen Wermut-Arten kombiniert.

Einer der ber�hmtesten Lik�re, der Curacao triple sec wird auf der Basis von getrockneten und dann infusierten Bitterorangen-Schalen hergestellt, ebenso der weltbekannte Fernet-Branca.

Die vollreifen Fr�chte werden m�glichst noch am Produktionsort zu Bitterorangenkonfit�ren oder -gelees verarbeitet.

Das Fleisch der reifen Bitterorangen enth�lt Zitronens�ure und wird in der Arzneimittelherstellung (f�r die Produktion von verdauungsf�rdernden Salzen) und von der Getr�nkeindustrie zur Herstellung von kohles�urehaltigen Limonaden verwendet.

Ein frischgepre�ter Orangensaft enth�lt viel nat�rliches Vitamin C, erfrischt und kr�ftigt den Organismus und hilft bei der Ausscheidung von Schlacken. Das Zitral, das sowohl in Orangen wie in Zitronen vorkommt, ist ein ausgezeichnetes Mittel f�r die Hautregeneration, wird bei vorzeitiger Glatzenbildung gesch�tzt, hilft bei Vorbeugungsma�nahmen gegen Karies und unterst�tzt die Calziumanreicherung des Knochengewebes.

Getrocknete und gemahlene Orangenkerne ergeben einen ausgezeichneten Heiltee bei Verstopfungen.

Knospen, Bl�ten und Bl�tenbl�tter der Bitterorange

In ihnen finden sich Bestandteile, die bei k�rperlicher und geistiger Erm�dung, �berbeanspruchung, Nervosit�t und Bluthochdruck ausgezeichnete Dienste leisten.

Die Bl�ten der Bitterorange werden wie die Bl�tter mit Hilfe von Wasserdampf destilliert. Die so erzielte Essenz, auch Neroli-Essenz oder Neroli-�l genannt, hat einen milden, berauschenden Duft und wird f�r die besten K�lnisch Wasser und f�r teure Parf�ms verwendet.

Eine Tonne Bl�ten ergibt im Durchschnitt zwischen 0,7 und 1,2 kg Essenz. Die Herstellungskosten betragen pro kg ca. 12000 franz�sische Franc.

In der Praxis hat es sich eingeb�rgert, auf das Wort �destilliert� zu verzichten und die L�sung nur als Orangenbl�tenwasser zu bezeichnen.

Die auf Rosten im Schatten luftig getrockneten Bl�ten verlieren nur Wasser und Pflanzensaft; die in ihnen enthaltene Essenz bleibt vollst�ndig erhalten (allerdings nur bei schonender Trocknung!). Heiltees aus getrockneten Bl�ten sind also voll wirksam.


Anwendungsgebiete:

  • Herzkr�mpfe, Herzklopfen, Kr�mpfe allgemein
  • chronischer Durchfall
  • Glieder- und Muskelsteifheit
  • Schlaflosigkeit
  • Beklemmungszust�nde, depressive Zust�nde

Regt dar�ber hinaus den Appetit an und wirkt verdauungsf�rdernd.

Bei nerv�sen Babys und Kleinkindern bewirkt ein Heiltee (2 EL Orangenbl�ten auf ein Fl�schchen) als Beruhigungsmittel Wunder, und manchmal hilft es auch bei unerkl�rlichen Magenschmerzen, von denen Kinder oft befallen werden (obwohl es sicher notwendig ist, in bestimmten F�llen den Rat eines Arztes einzuholen).

Der botanische Name der s��en Orange lautet Citrus sinensis (unsere Apfelsine).


Rechtsdrehendes Borneol oder Kampfer aus Borneo


Er wird von einem Baum gewonnen, dem Dryobalanops camphora, der wild auf Borneo und Sumatra w�chst. Die Malaien nennen ihn Capur barros.

Nur der alte Baum sondert das Borneol unter der Rinde in kristallisiertem Zustand und in unterschiedlichen Mengen ab. Der junge Baum liefert eine gelb-klare Fl�ssigkeit, den sogenannten fl�ssigen Kampfer.


Wichtigste bekannte Bestandteile:


Ein Alkohol, der sich grunds�tzlich vom japanischen Kampfer unterscheidet, da dieser ein Keton ist. Alle Ketone weisen eine gewisse Giftigkeit auf (die wohlbekannte Giftigkeit der Wermut-, Heiligenkraut- und Rauten-Essenzen ist auf deren Ketongehalt zur�ckzuf�hren) .

Das Borneol, das lange vor dem Kampfer bekannt war, gilt seit der Antike als Wunderheilmittel. Jahrhunderte hindurch stand es vor allem bei Pestepidemien in hohem Ansehen.

In einer erst k�rzlich in Italien gefundenen Vase haben sich pflanzliche Substanzen, die in Borneol aufbewahrt worden waren, mehr als 2000 Jahre erhalten.

Aufgrund seines Aussehens und seines Geruchs wird er h�ufig mit dem japanischen Kampfer, der wesentlich billiger ist, verwechselt. Dabei ist das Borneol v�llig ungiftig, zudem als Antiseptikum sehr viel wirksamer.

Das Borneol ist gleichzeitig ein allgemein anerkanntes St�rkungsmittel, was man vom japanischen Kampfer nicht behaupten kann.


Eigenschaften:


Innerlich und �u�erlich:

  • starkes Antiseptikum
  • allgemeines St�rkungsmittel, vor allem auch f�r das Herz
  • die Nebennierenrinde anregend
  • setzt allgemein die Empfindlichkeit herab

Anwendungsgebiete:

  • depressive Zust�nde
  • Infektionskrankheiten

Anwendungsarten:


in Verbindung mit anderen Essenzen (0,25 bis 0,50%) oder stark verd�nnt als intramuskul�re Spritze

auch als �ther, als Borneol-Isovalerianat (Bornyval) in Perlen von 0,25 cg, 3 bis 5 Perlen pro Tag, als Beruhigungsmittel, das �hnlich wirkt wie Baldrian.

  • Notabene: Zahlreiche Essenzen aus heimischen Pflanzen (Rosmarin, Ysop ...) enthalten ebenfalls Borneol.

Cajeput


Melaleuca leucadendron

Myrtengew�chs

Ein auf den Philippinen, den Molukken, auf Celebes und in Malaysia weitverbreiteter Baum.


Verwendete Teile:


Die Essenz, die durch Dampfdestillation aus den Bl�ttern und Knospen des Cajeput gewonnen wird.


Eigenschaften:

  • allgemeines Antiseptikum (Lunge, Verdauungstrakt, Harnwege)
  • krampfl�send, schmerzlindernd
  • wurmtreibend

Anwendungsgebiete:


Innerlich:

  • D�nndarmentz�ndungen, Ruhr
  • Blasenentz�ndungen, Harnr�hrenentz�ndungen
  • chronische Lungenleiden (Bronchitis, Tuberkulose)
  • chronische Kehlkopf- und Rachenentz�ndungen
  • Magenkr�mpfe
  • nerv�ses Erbrechen
  • Asthma
  • schmerzhafte Monatsblutungen
  • Rheuma, Gicht
  • Hysterie
  • Epilepsie
  • Darmparasiten

�u�erlich:

  • Zahn- und Ohrenschmerzen
  • chronische Kehlkopfentz�ndung
  • rheumatische Schmerzen
  • Wunden
  • Hautkrankheiten (Schuppenflechte, Akne ...)

Anwendungsarten:


Innerlich:

Essenz: 2 bis 5 Tr., drei- bis f�nfmal pro Tag in Alkohol oder mit Honig

�u�erlich:

Essenz als Inhalation (Kehlkopfentz�ndungen), Salbe in einer Verd�nnung von ,/5 oder ,/,o oder alkoholische L�sung zum Einreiben bei rheumatischen Schmerzen, zum Einreiben des Unterleibs bei Wurmbefall, bei Hautkrankheiten und Wunden.

Bei Zahnschmerzen: 1 Tr. Essenz auf den kari�sen Zahn.

Bei Ohrenschmerzen: Watte, mit Essenz getr�nkt, ins Ohr einf�hren.


Estragon


Artemisia dracunculus

Korbbl�tler

Ein W�rzkraut, mit dem Beifu� verwandt, das so stark ist, da� es unter Umst�nden Salz, Pfeffer und Essig ersetzen kann.

Die Essenz wird durch die Destillation der Pflanze gewonnen.


Eigenschaften:

  • allgemein anregend, besonders aber verdauungsf�rdernd
  • appetitanregend
  • magenst�rkend
  • krampfl�send
  • antiseptisch (innerlich)
  • bl�hungsbek�mpfend
  • das Einsetzen der Monatsblutung f�rdernd
  • wurmtreibend, krebsbek�mpfend (?)

Anwendungsgebiete:

  • Appetitlosigkeit
  • Verdauungsst�rungen, Magenbeschwerden
  • neuro-vegetative Dystonien
  • Schluckauf, Luftschlucken
  • Bl�hungen, �belriechende G�rungsprozesse
  • Menstruationsbeschwerden
  • Darmparasiten
  • rheumatische Beschwerden
  • krebsbek�mpfend (?)

Anwendungsarten:


bei der Ern�hrung (Salate, Rohkost, Fischgerichte) als Heiltee: 25 bis 30 g pro I Wasser; zehn Minuten ziehen lassen. Nach dem Essen oder tags�ber.

Essenz: 2 bis 3 Tr. in alkoholischer L�sung oder mit Honig, drei bis viermal t�glich.

  • Notabene:
    1. Die krebsbek�mpfende Eigenschaft des Estragons wird von verschiedenen Autoren best�tigt.
    2. Kranke, die salzlos leben m�ssen, finden im Estragon einen ausgezeichneten Ersatz.
    3. Bei Schluckauf: Ein Estragon-Blatt kauen oder 3 bis 4 Tr. Estragon-Essenz auf einem St�ck W�rfelzucker einnehmen. Ich garantiere Ihnen einen 100%igen Erfolg.

Eukalyptus


Eucalyptus globulus

Myrtengew�chs

Es gibt ungef�hr 300 Eukalyptus-Arten; 50 davon wachsen an der Mittelmeerk�ste.

Er stammt aus Australien und Tasmanien, ist aber heute in allen Mittelmeerl�ndern verbreitet.

Er wird als Heiltee (Bl�tter, Knospen), Inhalation (Bl�tter, �therisches �l) oder zum Einnehmen (ebenfalls �therisches �l, in der Regel zusammen mit anderen Essenzen) verschrieben.

Die Essenz wird mit Hilfe von Dampfdestillation aus den Bl�ttern gewonnen.

Die ausgezeichnete antiseptische Wirkung des Eukalyptols auf die Lunge ist seit langem bekannt.


Eigenschaften:


Innerlich:

  • allgemein antiseptisch, besonders aber die Luft- und Harnwege betreffend
  • balsamisch (hustenstillend, schleiml�send)
  • blutzuckersenkend (Faulds, Trabut)
  • rheumabek�mpfend
  • fiebersenkend
  • wurmtreibend
  • anregend

�u�erlich:

  • keimt�tend (das Verspr�hen einer 2-%-Eukalyptus-Essenz-Emulsion t�tet 70% der schwebenden Staphylokokken)
  • parasitenbek�mpfend
  • wundheilend vorbeugend bei ansteckenden Krankheiten, insbesondere bei Lungenkrankheiten
  • m�ckenvertreibend

Anwendungsgebiete:

  • Erkrankungen der Luftwege: chronische oder akute Bronchitis, Grippe, Lungentuberkulose, Lungengangr�n, Asthma, Husten, Harnwegserkrankungen: verschiedene Infektionen, besonders durch Kolibakterien hervorgerufene, Diabetes
  • verschiedene Krankheiten und Fieberzust�nde: Malaria, Typhus, R�teln, Scharlach, Cholera (Vorbeugung bei Scharlach und R�teln nach der Methode von Milne)
  • Rheuma, Neuralgien
  • Darmparasiten: Spulw�rmer, Madenw�rmer
  • Migr�ne
  • allgemeine Ersch�pfungszust�nde

�u�erlich:

  • Verletzungen, Verbrennungen, beg�nstigt als Verband die Bildung von neuem Gewebe
  • Lungenkrankheiten, Grippe (siehe unter NB die Milne-Methode). Stirnh�hlenentz�ndungen
  • L�usebefall (nach Sergent und Holey), vertreibt M�cken

Anwendungsarten:


Innerlich:

Heiltee: 3 bis 4 Bl�tter (oder 1 EL kleingeschnittene Bl�tter) pro Tasse. Eine Minute kochen und zehn Minuten ziehen lassen. 3 bis 5 Tassen t�glich.

Pulver (aus den Bl�ttern): 6 bis 10 Kapseln mit 0,50 g.

in alkoholischer L�sung: 2 bis 4 g pro Tag in einem Getr�nk (Kinder: 5 Tr. pro Lebensjahr t�glich)

Tinktur (1/5: 1 bis 10 g pro Tag, in einem Getr�nk aufgel�st.

Sirup (Codex): 30 bis 100 g t�glich (20 g = 0,7 g Eukalyptusbl�tter.

�therisches �l: entweder in Tropfenform (2 bis 5 Tr. zwei- bis dreimal t�glich in einer alkoholischen L�sung oder mit Honig). 52 Tr. entsprechen 1 g; Maximaldosis pro Tag: 2 bis 3 g als Kapseln oder Perlen von 0,10 bis 0,20 g (0,20 bis 2 g t�glich)

�u�erlich:

Heiltee, der in Zimmern verspr�ht wird (10 g auf 1l)

Essenz: als Inhalation (10 bis 15 Tr. auf 1 Schale kochendes Wasser)

Inhalationsmischung (gegen Grippe, Stirnh�hlenentz�ndung, Bronchitis)

Lavendel-Essenz 1 g, Fichtennadel-Essenz 1 g, Thymian-Essenz 2 g, Eukalyptus-Essenz 4 g, Alkohol (90%) ausreichend f�r 150 ccm, 1 TL bis 1 EL auf eine Schale kochendes Wasser, 2 bis 3 Inhalationen t�glich w�hrend 1 bis 2 Wochen.

Inhalationstabletten:

Menthol 0,001 g, Eukalyptus-Essenz 0,06 g, Thymian-Essenz 0,03 g, Benzoeharz-Tinktur 0,03 g, auf eine Tablette. 1 bis 2 Tabletten in einer Schale mit sehr hei�em Wasser aufl�sen.

Wunden: Heiltee, verd�nnte Essenz.

Verbrennungen: �lhaltige, antiseptische Mischung (entwickelt im H�pital Broussais):

Eukalyptus- und Thymian-Essenz je 2 g, Rosmarin und Lavendel-Essenz je 3 g, Menthol 0,50 g, Methylsalicylat 1 g, Beruhigungsbalsam 100 g, Nelken�l 1000 g, f�r Verb�nde.

Desinfizierende Mischung:

Eukalyptus-Essenz 15 g, Phenol 15 g, Terpentin-Essenz 100 g im Zimmer verdunsten lassen (z. B. auf Kompressen).

Lotion zur Muckenabwehr.

Eukalyptus-Essenz 3,5 g, Geranium-Essenz 2,5 g, Zitronenmelissen-Essenz 3,5 g, Alkohol (90%) f�r 90 ml, auf entbl��te K�rperstellen auftragen. Noch besser ist �StopInsectes� (in Frankreich beziehbar bei Phyto-Est, 4, rue Girlenhirsch, 67400 Illkirchen-Graffenstaden, Tel.: 00 33 88/ 6712 22).

  • Notabene: Methode nach Milne: Zu Behandlung von Fieber, das mit Ausschl�gen verbunden ist, besonders von R�teln und Scharlach. Verh�tet Ansteckungen, ohne da� der Kranke isoliert werden m��te. Sie besteht in der wiederholten Einpinselung der Mandeln und des Rachens mit einem 10%igen Phenol-�l, der Einpinselung der Haut mit reiner Eukalyptus-Essenz. Der Kopf des Kranken wird durch ein Tuch gesch�tzt, das immer wieder mit Eukalyptus-Essenz bespr�ht wird.

Fenchel


Foeniculum vulgare (anethum foeniculum)

Doldenbl�tler

Volkst�mliche Namen: Brotsamen, Fenikel, Fenis, Fenchel, Frauenfenchel

Man unterscheidet zwei Arten: den milden Fenchel und den s��en oder florentinischen, den man am besten wie gekochten Sellerie i�t.

Anbaugebiete: Mittelmeerraum, Zentraleuropa, Indien, Japan, Asien, Amerika
 

Verwendete Teile:


Wurzeln, Samen, Bl�tter, Essenz, die mit Hilfe von Dampfdestillation aus dem zersto�enen Samen gewonnen wird.

.

Eigenschaften:


(analog zu denen von Anis, K�mmel und Koriander):

1. Wurzel

  • harntreibend, Natriumchlorid entziehend, die Stickstoffausscheidung f�rdernd (H. Leclerc), f�r �die, die nur tr�pfchenweise pissen k�nnen� (Dioskurides).
  • appetitanregend
  • bl�hungsbek�mpfend
  • das Einsetzen der Menstruation f�rdernd

2. Samen und Essenz

  • appetitanregend
  • verdauungsf�rdernd
  • harntreibend, die Stickstoffausscheidung f�rdernd, Natriumchlorid entziehend
  • allgemein st�rkend
  • das Einsetzen der Menstruation f�rdernd
  • schleiml�send
  • krampfl�send
  • die Muttermilchproduktion f�rdernd
  • abf�hrend
  • wurmtreibend

Anwendungsgebiete:


Innerlich:

1. Wurzel

  • verminderte Harnausscheidung
  • Harnsteine
  • Entz�ndungen der Harnwege
  • Gicht

2. Samen und Essenz

  • Bl�hungen, Appetitlosigkeit
  • Schw�che der Verdauungsorgane, schwierige Verdauung
  • Luftschlucken
  • verminderte Harnausscheidung, Harnsteine, Gicht
  • unzureichende Menstruation
  • Lungenkrankheiten
  • Grippe (vor allem vorbeugend)
  • Magenschmerzen, nerv�ses Erbrechen
  • ungen�gende Muttermilchproduktion
  • Darmparasiten

�u�erlich:

  • geschwollene Br�ste, blutunterlaufene Stellen, Tumore (Bl�tter)
  • Schwerh�rigkeit, Pflege des Zahnfleisches

Anwendungsarten:


1. Wurzel:

Sud: 25 g auf 1 I Wasser. 2 Minuten kochen und 10 Minuten ziehen lassen. Drei Tassen t�glich (verminderte Harnausscheidung, Gicht)

Sirup aus 5 Wurzeln: kleine Stechpalme, wilder Sellerie (Eppich), Petersilie, Fenchel, Spargel: 60 bis 100 g t�glich (harntreibend).

2. Samen

in Pulverform: 1 bis 4 g pro Tag

Heiltee: 1 TL pro Tasse. 10 Min. ziehen lassen. 1 Tasse nach jeder Mahlzeit.

Grippevorbeugung: Fenchelsamen kauen.

3. Essenz:

�therisches �l: 1 bis 5 Tr. t�glich in Honig aufgel�st.

bl�hungsbek�mpfende Mischung: Fencheltinktur, K�mmeltinktur, Engelwurztinktur, Koriandertinktur, je 5 g.
50 Tr. in einem TL Wasser oder d�nnem Tee aufgel�st nach den Mahlzeiten.

Di�tgetr�nk bei Harnsteinen: Maisgrannen einige Sekunden aufkochen lassen, ziehen lassen, 2 TL Fenchelsamen hinzugeben, abk�hlen lassen und durch ein Sieb gie�en. Nach Belieben trinken.

zur Zahnpflege (st�rkt das Zahnfleisch): zersto�ener Fenchelsamen, Pappelkohle und graue Chinarinde zu gleichen Teilen vermischen.

4. Bl�tter:

als Heiltee 30 g auf 1 I Wasser. Ein Glas nach jeder Mahlzeit (nervenst�rkend, verdauungsf�rdernd)

frische Bl�tter: als Umschlag auf Tumore, blutunterlaufene Stellen und gespannte Br�ste (Milchstauung).

5. Bl�tter, Wurzeln, Samen, Essenz:

einen Sud herstellen und die D�mpfe bei Schwerh�rigkeit mit Hilfe eines Trichters in die Geh�rg�nge leiten.

  • Notabene:
    1. In hohen Dosen l�st Fenchel, im Gegensatz zu gr�nem Anis, Kr�mpfe aus. Die Essenz l�st bei Tieren Angstzust�nde aus.
    2. Fenchelsamen geh�rt zu den vier �warmen Samen� (bl�hungsbek�mpfend, zusammen mit Anis, K�mmel und Koriander).
    3. Fenchel wurde fr�her als ein Gegengift bei Schlangenund Skorpionbissen betrachtet (China, Indien). Man hielt ihn ebenfalls f�r ein hervorragendes Mittel bei Augenkrankheiten und Fettleibigkeit.
    4. Die Fenchelessenz findet auch bei der Lik�rherstellung Anwendung, vor allem bei dem ber�hmten �ratafia� (zusammen mit Anis, K�mmel und Koriander), sie wird aber auch mit Schafgarbe und zersto�enem S��holz in Zahnpasten und Mundwasser verwendet.Fichte (F�hre) Pinus sylvestris - Nadelholz Die wilde F�hre ist in den kalten und hoch gelegenen Regionen Europas und Ru�lands weit verbreitet. Man benutzt die Zapfen, die h�ufig f�lschlicherweise als Tannenzapfen bezeichnet werden, das eingedickte und sterilisierte Harz (Terpentin) und das �therische �l, das man mit Hilfe von Dampfdestillation aus den Nadeln gewinnt. Eigenschaften: Innerlich:kr�ftiges Antiseptikum derAtemwege, balsamischAntiseptikum der Harnwege und der Leberenergiespendend, die Nebennierenrinde stimulierend�u�erlich:hautreizend (bei Rheumabeschwerden)balsamisches AntiseptikumAnwendungsgebiete: Innerlich:bei allen Beschwerden derAtemwege (Schnupfen, Bronchitis, Luftr�hrenentz�ndungen, Lungenentz�ndungen, Asthma)GrippeBeschwerden des Harntraktes (bei leichteren Nierenbeckenentz�ndungen, Blasenentz�ndungen und Prostataentz�ndungen)Gallenblasenentz�ndungInfektionen aller ArtFichte (F�hre) Pinus sylvestris - Nadelholz Die wilde F�hre ist in den kalten und hoch gelegenen Regionen Europas und Ru�lands weit verbreitet. Man benutzt die Zapfen, die h�ufig f�lschlicherweise als Tannenzapfen bezeichnet werden, das eingedickte und sterilisierte Harz (Terpentin) und das �therische �l, das man mit Hilfe von Dampfdestillation aus den Nadeln gewinnt. Eigenschaften: Innerlich:kr�ftiges Antiseptikum derAtemwege, balsamischAntiseptikum der Harnwege und der Leberenergiespendend, die Nebennierenrinde stimulierend�u�erlich:hautreizend (bei Rheumabeschwerden)balsamisches AntiseptikumAnwendungsgebiete: Innerlich:bei allen Beschwerden derAtemwege (Schnupfen, Bronchitis, Luftr�hrenentz�ndungen, Lungenentz�ndungen, Asthma)GrippeBeschwerden des Harntraktes (bei leichteren Nierenbeckenentz�ndungen, Blasenentz�ndungen und Prostataentz�ndungen)Gallenblasenentz�ndungInfektionen aller Art

 

Koriander


Coriandrum sativum

Doldenbl�tler

Dieses Gew�rz wird vor allem in Zentraleuropa, Ru�land und Marokko angebaut.

Koriander zeichnet sich durch die F�higkeit aus, sich in verschiedenen Gebieten akklimatisieren zu k�nnen; �ber die �gypter gelangte die Pflanze auf unseren Kontinent, und im 18. Jahrhundert war sie um Paris schon weit verbreitet.
 

Verwendete Teile:


Frucht, ungenau oft auch als Samen bezeichnet; Essenz, die durch Dampfdestillation der pulverisierten Frucht erzielt wird (Ertrag: 1 %).
 

 

Eigenschaften (vergleichbar mit denen von K�mmel und Anis):


Innerlich:

  • bl�hungsbek�mpfend
  • magenst�rkend
  • anregend
  • nach Ansicht mancher Forscher das Ged�chtnis st�tzend und
  • aphrodisisch

�u�erlich:

  • schmerzlindernd

Anwendungsgebiete (�hnlich wie von K�mmel und Anis):


Innerlich:

  • Luftschlucken
  • Verdauungsschwierigkeiten, Bl�hungen
  • Kr�mpfe
  • nerv�se Appetitlosigkeit und nerv�se Ersch�pfungszust�nde.

�u�erlich:

  • rheumatische Schmerzen

Anwendungsarten:


Innerlich:

Heiltee: 1 TL Samen pro Tasse, zum Kochen bringen und 10 Minuten ziehen lassen. Eine Tasse nach jeder Mahlzeit.

Tinktur: 10 bis 20 Tr. nach den Mahlzeiten

Essenz: 1 bis 3 Tr. zwei- bis dreimal pro Tag nach den Mahlzeiten in etwas Honig aufgel�st.

�u�erlich:

als Lotion oder Pomade gegen rheumatische Schmerzen.

  • Notabene: Frisch hat die Frucht, die so gro� ist wie ein Pfefferkorn, einen merkw�rdigen Wanzengeruch; erst getrocknet riecht sie angenehm. Als frischer Pflanzensaft in geringen Dosen genossen, hat die Koriander-Essenz �hnliche Wirkungen wie der Alkohol: sie regt zuerst an und verursacht anschlie�end Depressionen. In h�heren Dosen l�st sie totale Betrunkenheit und tiefe Niedergeschlagenheit aus (Cadeac und Meunier).
    Koriander wird als Gew�rz verwendet, au�erhalb der deutschen Grenzen auch als Geschmackstr�ger bei der Bierproduktion. In Algerien dient er, mit Salz und Pfeffer vermischt, zur Konservierung von Fleisch. Au�erdem findet er in zahlreichen Lik�ren und Marinaden Anwendung. Er geh�rt in jeden Melissengeist. Koriander ist ein wichtiger Bestandteil der vier hei�en Samen (bl�hungsbek�mpfend, zusammen mit Anis, K�mmel und Fenchel).

Das ber�hmte Toilettenwasser, das die Karmeliterinnen in Paris im 18. Jahrhundert herstellten, verdankte seinen Erfolg zum Teil dem Koriander.
 

K�mmel


Carum carvi

Doldengew�chs

Volkst�mliche Namen: Brotk�mmel, Feldk�mmel, Garbe, Kimmich, Kumach, Wiesenk�mmel

K�mmel wird vor allem in Deutschland, Holland, Skandinavien und in Sibirien angebaut.
 

Verwendete Teile:


Samen, Essenz
 

 

Eigenschaften (verwandt mit denen des Anis):


Innerlich:

  • anregend
  • magenst�rkend
  • appetitanregend
  • krampfl�send
  • bl�hungsbek�mpfend
  • harntreibend
  • wurmtreibend
  • die Monatsblutungen erleichternd die Muttermilchproduktion f�rdernd

�u�erlich:

  • parasitenbek�mpfend

Anwendungsgebiete:


Innerlich:

  • Appetitlosigkeit
  • Verdauungsbeschwerden
  • nerv�se Verdauungsst�rungen
  • Magenkr�mpfe
  • Schwindelzust�nde
  • Luftschlucken
  • G�rungen im Magen-Darm-Bereich
  • beschleunigter Herzschlag,
  • Herzflattern
  • Darmparasiten
  • Menstruationsbeschwerden
  • ungen�gende Muttermilchproduktion

�u�erlich:

  • wird in Zahnpasten mitverwendet
  • Hundekr�tze

Anwendungsarten:


Heiltee aus den Samen: 1 TL auf 1 Tasse kochendes Wasser, 10 Minuten ziehen lassen. Eine Tasse nach jeder Mahlzeit. Essenz: 1 bis 3 Tr. zwei- bis dreimal t�glich in einer alkoholischen L�sung oder in Honigwasser.

K�mmelschnaps: K�mmelsamen 40 g, Zucker 200 g, Alkohol 1 I, 8 bis 10 Tage ziehen lassen, dann filtern. Nach den Mahlzeiten ein kleines Lik�rglas.

  • Notabene:
    1. K�mmel wird in der deutschen, englischen und arabischen K�che h�ufig verwendet (in Geb�ck, Saucen, W�rsten, Sauerkraut, Brot ...).
      Au�erdem dient er zur Herstellung des sogenannten K�mmels, einem Schnaps.
      Zusammen mit dem Samen von Anis, Koriander und Fenchel geh�rt er zu den bl�hungsbek�mpfenden vier hei�en Samen, die zu gleichen Teilen gemischt werden.
    2. Gminer schlug 1907 folgendes Rezept gegen die Hundehaarkr�tze vor:
      K�mmel-Essenz 10 g, Alkohol 10 g, Rizinus�l 150 g, zum Einpinseln.

Lavendel


Lavandula officinalisLippenbl�tler

Der Lavendel ist eine sehr kostbare Pflanze, die in S�dfrankreich, Italien, Dalmatien in H�hen zwischen 700 m und 1400 m w�chst und sich durch viele g�nstige Eigenschaften auszeichnet - die franz�sische Sorte, die �lteste uns bekannte, wird am meisten gesch�tzt.
 

Verwendete Teile:


Bl�ten und �therisches �l, das durch Dampfdestillation der Pflanze gewonnen wird (in Frankreich werden pro Jahr zwischen 75000 und 150000 kg Lavendel-Essenz produziert).

...
 

Eigenschaften:


Innerlich:

  • krampfl�send (in hoher Dosierung erregend)
  • schmerzlindernd, wirkt auf die Gehirn- und R�ckenmarkszentren beruhigend (Gehirn und R�ckenmark, bei Aufnahme �ber den Verdauungstrakt oder die Haut, laut Cadeac und Meunier)
  • antiseptisch, bei innerlicher wie �u�erlicher Anwendung bakterienbek�mpfend (laut J. Marchand, Forgues und P. Neurisse)
  • die Gallenproduktion f�rdernd
  • harn- und schwei�treibend
  • st�rkend, besonders das Herz
  • die Herznerven beruhigend
  • rheumabek�mpfend
  • die Produktion der Magens�fte anregend
  • die Darmbewegungen f�rdernd
  • migr�nebek�mpfend
  • wurmtreibend
  • das Einsetzen der Monatsblutung f�rdernd
  • blutdrucksenkend (laut Cajolle und Cazal)

�u�erlich:

  • wundheilend
  • antiseptisch
  • Parasiten und Insekten bek�mpfend
  • Schlangen- und andere Tiergifte bek�mpfend
  • das Nervensystem regulierend

Anwendungsgebiete:


Innerlich:

  • Reizbarkeit, Kr�mpfe
  • Schlaflosigkeit
  • Fieberausschl�ge, Infektionskrankheiten
  • Melancholie, Neurasthenie
  • Erkrankungen der Atemwege: Asthma, Husten, Keuchhusten, Grippe, Bronchitis, Tuberkulose
  • Harnverhaltung
  • Rheuma
  • Schw�chezust�nde bei Kindern
  • Magen- und Darmschw�che (Verdauungsst�rungen, Bl�hungen)
  • Migr�nen, Schwindelzust�nde, Hysterie, Folgeerscheinungen von L�hmungen
  • D�nndarmentz�ndungen (Durchfall)
  • Typhus
  • Blasenentz�ndungen, Tripper
  • Skrofulose, Bleichsucht
  • Darmparasiten
  • ungen�gende Monatsblutungen
  • Wei�flu�
  • Bluthochdruck

�u�erlich:

  • Wunden aller Art: normale, schlecht heilende (Beingeschw�re), infizierte, brandige, syphilitische, wuchernde; Analfisteln
  • chronische Ekzeme im Damm- und Analbereich
  • Wei�flu�
  • Brandwunden
  • Lungenkrankheiten
  • Akne
  • Insektenstiche, Zusatzbehandlung bei Schlangenbissen
  • L�usebefall, Kr�tze
  • Haarausfall

Anwendungsarten:


Innerlich:

Heiltee: 1 TL Bl�ten auf 1 Tasse kochendes Wasser, 10 Min. ziehen lassen, 3 Tassen t�glich zwischen den Mahlzeiten.

Lavendelgeist: 40 Tr. viermal t�glich in etwas Wasser (harntreibend)

�therisches �l: 2 bis 5 Tr. in Honig aufgel�st oder in einer alkoholischen L�sung, zwei- bis dreimal t�glich. Zur Schmerzlinderung: 1 g n�chtern; setzt die Empfindlichkeit herab und d�mpft das Denkverm�gen, ohne es auszuschalten.

Bei Geschlechtskrankheiten t�glich 2 bis 10 Perlen mit 0,5 bis 1 mg deterpenierter Lavendel-Essenz (antiseptisch und schmerzlindernd, den Essenzen von Sandelholz, Zeder und Kopavi vorzuziehen).

Heiltee aus f�nf Bl�ten: harntreibend bei Infektionskrankheiten und Fieberausschl�gen (nach H. Leclerc). Lavendelbl�ten 10 g, Ringelblumenbl�ten 5 g, Borretschbl�ten 5 g, Ginsterbl�ten 5 g, Ackerstiefm�tterchenbl�ten 5 g, 1 EL auf 1 Tasse kochendes Wasser, 10 Min. ziehen lassen, 3 Tassen t�glich.

�u�erlich:

Sud: 1 Handvoll Bl�ten auf 1 I Wasser. 10 Minuten kochen lassen. Mit 1 I Wasser auff�llen. Als Vaginalinjektionen bei Wei�flu�.

1 Handvoll auf 1/, I Oliven�l; im Wasserbad 2 Stunden erw�rmen, 1 Nacht ziehen lassen, durch ein Tuch filtern und trockene Ekzeme damit betupfen.

Lavendelgeist: als Lotion und zum Einreiben (Rheuma)

Essenz: zum Auswaschen, Aussp�len und Verbinden von Wunden, auch von Brandwunden: deterpenierte Lavendel-Essenz 100 g, Natriumsulforizinat (33%) 900 g, in Wasser stark verd�nnt (2 bis 4%); auch zum Verdampfen in �ffentlichen R�umen (Verd�nnung: 2%)

eine bakterienbek�mpfende Mischung (f�r langsam heilende Wunden): Thymian-Essenz und Lavendel-Essenz zu gleichen Teilen oder deterpenierte Zitronen-Essenz und Carvacrol zu gleichen Teilen.

Ebenfalls bei Wunden und Brandwunden: Lavendel-Essenz in Verbindung mit anderen Essenzen in �Tegarome�, entweder in Wasser verd�nnt oder unverd�nnt aufgetragen.

Aromatisches �l zum Bepinseln von schlecht heilenden Wunden: Lavendel-Essenz 10 g, Oliven�l 100 g.

Syphilitische Wunden, Schanker, Analfisteln, Haarausfall: mit deterpenierter Lavendel-Essenz betupfen.

Wei�flu�, Intimpflege: Borax-Pulver 100 g, deterpenierte Lavendel-Essenz 5 g, in Portionen � 10 g aufteilen; jede Portion mit 1 I Wasser verd�nnen, lauwarm als Vaginalinjektion anwenden.

Pomade f�r Analschrunden (nach Meurisse): deterpenierte Lavendel-Essenz 1 g, Vaseline-�l 5 g, Zinkoxyd 10 g, Wismut-Nitrat 4 g, wei�e Vaseline 15 g.

Helmerich-Pomade (gegen Kr�tze): Tragantgummi 1 g, Kaliumkarbonat 50 g, Schwefelsublimat 100 g, Glyzerin 200 g, Lavendel-Essenz 1 g, Zitronen-Essenz 1 g, Pfefferminz-Essenz 1 g, Gew�rznelken-Essenz 1 g, ZimtEssenz 1 g.

Stimulierende Lotion (nach Sabouraud): Lavendel-Essenz-Tinktur 30 g, reines Azeton 30 g, reines Natriumnitrat 0,50 g, Pilokarpin-Nitrat 0,050 g, destilliertes Wasser 30 g, Alkohol zu 90% 250 ml, mit dieser Lotion die Kopfhaut t�glich einreiben.

Insektenstiche: Lavendel-Essenz und Alkohol zu gleichen Teilen mischen, den Stich damit einreiben.

Allgemeine B�der (besonders f�r gebrechliche und schwache Kinder): Dem Badewasser Lavendel-Sud oder �Milch� beigeben.
Diese B�der wirken beruhigend (Schlaflosigkeit, nerv�se St�rungen). M�glichst abends nehmen, mit Rosmarin-, Fichtennadeln-, Algen- und Kalmus-B�dern abwechseln.

Der gro�e Lavendel (Lavandula spica) w�chst am Meeresrand bis zu 500-600 m H�he. Seine Essenz wirkt beruhigend auf das zentrale Nervensystem.

Diese Essenz enth�lt im Gegensatz zu der Essenz des Lavandula officinalis wenig �ther auf der Basis von LinalylAzetat, daf�r aber eine nicht unbetr�chtliche Menge an Kampfer. Sie wird haupts�chlich bei der Herstellung von Firnis und als Insektenbek�mpfungsmittel verwendet.

Im �brigen wurde durch Insektenbest�ubung eine Hybride geschaffen: das Lavendin oder breitbl�ttriger Lavendel genannt: Auch in Gro�britannien, in der Gegend von Mitcham, w�chst eine sehr gesch�tzte Lavendelart.

  • Notabene: Lavendel-Essenz wird von J�gern gesch�tzt: sie wirkt heilend bei Schlangenbissen. Wenn ihre Hunde in den Alpen von Vipern gebissen werden, pfl�cken sie Lavendel, zerreiben ihn zwischen den Fingern und reiben mit dem gewonnenen Saft die Bi�wunde ein. Das Gift wird sofort neutralisiert.
    In 4,5%iger Verd�nnung t�tet Lavendel-Essenz die Eberth-Bakterie (Typhus) und den Staphylokokkus. In 5%iger Verd�nnung die Loeffler-Bakterie (Diphtherie) (von den Professoren Morel und Rochaix 1926 nachgewiesen). Ihre antiseptische Kraft ist h�her als die von Phenol, Kresol oder Guajacol.
    Noch in einer Dosis von 0,2% t�tet Lavendel-Essenz den Tuberkulose-Erreger (von den Professoren Courmont, Morel und Bay 1928 nachgewiesen). Verdampft t�tet sie den Pneumokokkus und die h�molitischen Streptokokken innerhalb von 12 bis 24 Stunden.
    Lavendelwasser: Frische Lavendelbl�ten 60 g, Alkohol zu 32% 1 I, einen Monat ziehen lassen, filtern.
    Lavendelbl�ten sind ein ausgezeichnetes Mittel gegen Motten und parf�mieren die W�sche.

Siehe unter:

Eukalyptus - das Rezept f�r Inhalationen,

Gew�rznelke - das Rezept f�r englischen, aromatischen Essig.
 

Majoran


Origanum majorana

Lippenbl�tler

Volkst�mliche Namen: Maran, Wurstkraut
.
 

Verwendete Teile:


Bl�tenknospen, Essenz
 

Eigenschaften:


Innerlich:

  • stark bakterienbek�mpfend
  • krampfl�send
  • Tonus senkend, vegetativ beruhigend, blutdrucksenkend (laut Caujolle)
  • erweitert Gef��e und Arterien
  • d�mpft die Empfindlichkeit (laut Cadeac und Meunier ist Majoran in hohen Dosen ein Bet�ubungsmittel)
  • bl�hungsbek�mpfend
  • den Auswurf f�rdernd
  • verdauungsf�rdernd
  • die Lust d�mpfend

�u�erlich:

  • wundheilend
  • st�rkend
  • schmerzlindernd

Anwendungsgebiete (�hnlich wie bei Pfefferminze und Thymian):


Innerlich:

  • Infektionskrankheiten
  • Verdauungskr�mpfe (Luftschlucken), Kr�mpfe der Atemwege (laut Leclerc)
  • arthritische Beschwerden
  • Schlaflosigkeit, Migr�ne, Angstzust�nde, Ticks Psychasthenie, psychische Instabilit�t
  • Bl�hungen
  • sexuelle Erregbarkeit

�u�erlich:

  • allgemeine Schw�chezust�nde (B�der)
  • rheumatische Beschwerden
  • Schnupfen

Anwendungsarten:


Innerlich:

Heiltee: 1 TL der kleingeschnittenen Pflanze auf 1 Tasse kochendes Wasser, 10 Minuten ziehen lassen, 2 bis 3 Tassen t�glich

Essenz: 3 bis 4 Tr. zwei- bis dreimal t�glich in Honigwasser.

Als w��rige L�sung: 5 bis 20 g t�glich, entweder allein oder mit anderen krampfl�senden S�ften:
w��rige Majoran-L�sung 50 g, w��rige Baldrian-L�sung 25 g, w��rige Lattich-L�sung 25 g, 1 bis 3 EL vor dem Schlafengehen (Angstzust�nde, Schlaflosigkeit)

krampfl�sende Zuckerl�sung: Majoran-Essenz 50 Tr., raffinierter Zucker 25 g, Milchzucker 25 g, 1 TL in Tee aufgel�st vor dem Schlafengehen
Arnikatinktur 300 Tr., Alraunwurzelgeist 100 Tr., MajoranWasser zum Auff�llen f�r 100 ml, 1 TL zweimal t�glich (bei arthritischen Beschwerden)

�u�erlich:

als st�rkendes Bad wird Majoran-Zusatz f�r wirkungsvoller gehalten als Thymian

gegen Schnupfen: den Tee in die Nase einziehen

gegen Entz�ndungen in der Mundh�hle: mit dem Heiltee den Mund aussp�len und gurgeln

gegen Rheumaschmerzen: Kompressen, die mit dem Heiltee getr�nkt wurden, auflegen, oder mit einer Pomade, die 1 bis 2% Essenz enth�lt, einreiben.

  • Notabene:
    1. Majoran-Essenz t�tet den Tuberkulose-Erreger in einer 0,4%igen L�sung ab.
    2. S�nger haben seit jeher zu Naturheilmitteln gegriffen, um ihre Stimme zu pflegen: Andorn-Heiltee mit Honig, Kohl- oder Knoblauchbouillon, gemahlene Senfk�rner, mit Honig vermischt - auch Majorantee, mit Honig ges��t, geh�rt zu diesem Arsenal.                                                                                                 

      Origano (wilder Dost)


      Origanum vulgare

      Lippenbl�tler

      Volkst�mliche Namen: wilder Majoran, Badkraut, Wolgemut, Costenz, Gemude, Dorant, brauner Dost, Mutterkraut, Maran

      In ganz Europa beheimatet. Zwei nordafrikanische Arten, Origanum floribundum und Origanum gladulosum, haben die gleichen Eigenschaften.

      Verwendete Teile:


      Bl�ten, Essenz

      Wichtigste bekannte Bestandteile:


      Die Essenz enth�lt Phenole: Carvacrol (bis zu 70%), Thymol (bis zu 25%), freie und veresterte Alkohole (2,5% Geranylazetat), Kohlenstoffe: p-Cymen, a-Terpinen, Origanen, ein Glycosid, eine Seifens�ure usw.

      Eigenschaften:


      Innerlich:
      • bakterienbek�mpfendberuhigend, vor allem bei Kr�mpfenappetitanregendmagenst�rkend, bl�hungsbek�mpfendden Auswurf f�rdernd (hilft, die Lungenabsonderung zu verfl�ssigen)
      • antiseptisch, vor allem Atemwege
      • das Einsetzen der Monatsblutung f�rdernd
      �u�erlich:
      • parasitenbek�mpfend
      • schmerzlindernd

      Anwendungsgebiete:


      Innerlich:
      • bei Infektionen
      • Magenschw�che, Appetitlosigkeit
      • Luftschlucken, Bl�hungen, haupts�chlich bei psychisch Kranken (eingebildete oder geistig Kranke)
      • chronische Bronchitis, Reizhusten, Keuchhusten
      • Lungentuberkulose
      • Asthma
      • akutes oder chronisches Rheuma
      • Muskelrheuma
      • Ausbleiben der Monatsblutung
      �u�erlich:
      • L�usebefall
      • Muskel- und Gelenkrheuma
      • Zellulitis

      Anwendungsarten:


      Innerlich:

      Heiltee: 1 TL auf 1 Tasse kochendes Wasser, 10 Minuten ziehen lassen. Eine Tasse vor, w�hrend oder nach den Mahlzeiten.

      Essenz: 3 bis 5 Tr. zwei- bis viermal t�glich in Honig (Erwachsene); Kinder je nach Alter 1 bis 2 Tr. zwei- bis dreimal t�glich.

      �u�erlich:

      Umschl�ge, die mit hei�em Brei aus Kleie oder Leinsamenmehl bedeckt werden (Rheuma- oder Muskelschmerzen)

      zum Einreiben bei Rheuma: Origano-Essenz 5 g, Rosmaringeist 95 g, die schmerzenden Stellen damit einreiben. Pomade gegen Zellulitis: fl�ssiger Auszug aus Kletterefeu oder Kletterefeuweingeist 5 g, Origano-Essenz 20 Tr., Lanolin 20 g, Schmalz oder Vaseline 40 g.

      Pomade gegen L�usebefall (nach Renaudet, 1913): Origano-Essenz 20 Tr., Zitronenkraut-Essenz 20 Tr., ThymianEssenz 20 Tr., Geranium-Essenz 20 Tr., wei�es, geschmolzenes Wachs 5 g, Vaseline 85 g.
      • Notabene:
        1. Siehe unter Rosmarin das Rezept f�r ein aphrodisisches Bad.
        2. Lesieur beschreibt die Origano-Essenz als bet�ubend und gleichzeitig erregend; es wurden F�lle beobachtet, wo es nach Einnahme der Essenz zu Kr�mpfen kam. Origano-Essenz wie viele andere �therische �le k�nnen in entsprechenden Dosen bei bestimmten Patienten negative Reaktionen ausl�sen.

      Falscher Origano


      Origanum dictamnus oder Amaracus dictamnus

      Lippenbl�tler

      Der Beiname dictamnus weist auf den Ursprung hin: das W�rzkraut stammt aus dem Diktys-Gebirge in Kreta. Heute wird es in S�dfrankreich, Italien, Spanien und anderen hei�en L�ndern Europas angebaut ... Fr�her war es einmal als Wundheilmittel sehr ber�hmt.

      Verwendete Teile:


      Bl�tenstengel, Bl�tter.

      Wichtigste bekannte Bestandteile:


      Carvacrol, Pulegon (bis zu 85%), Borneol ...

      Eigenschaften:


      Innerlich (heute nur noch selten verschrieben):
      • erregend
      • die Verdauung stimulierend
      • das Einsetzen der Monatsblutung f�rdernd
      �u�erlich:
      • wundheilend, schmerzlindernd
      geh�rt zu den Bestandteilen des Fioravanti-Balsams oder Geistes (siehe, S. 369).
      • Notabene: Diese Pflanze darf nicht mit dem Dictamnus albus verwechselt werden, dem wei�en Dictam, einem Rautengew�chs (siehe Valnet, Phytotherapie, 5. Auflage).

      Spanischer Origano


      Thymus capitatus

      Lippenbl�tler

      Es handelt sich in Wirklichkeit um einen weiteren falschen Origano. Folgende Ausf�hrungen beziehen sich auf die Dissertation von Michel Poirotte (Universit�t Montpellier 1983, pharmazeutische Fakult�t). Es handelt sich eigentlich um eine Thymian-Art, deren Essenz in Spanien destilliert wird und die unter dem Namen �therisches �l des spanischen Origano im Handel ist.

      Die Pflanze w�chst rund ums Mittelmeer, ist sehr anspruchslos und verlangt nur einen kalkhaltigen Boden; sie ist sehr vital und bem�chtigt sich in immer st�rkerem Ma�e vegetationslosen Bodens.

      Wichtigste bekannte Bestandteile:


      Insgesamt 92 Bestandteile, darunter Carvacrol (61-83%), Hydroxytriterpen-pentacyclin-S�ure, Oleanol-S�ure, Flavonoide (Luteolin, Flavonol ...)

      J�ngere Forschungen haben die stark bakterienbek�mpfenden Eigenschaften der Essenz des spanischen Origano, die seit langem bekannt waren, best�tigt. Sie ist den zum Vergleich herangezogenen Essenzen von Zimt, Gew�rznelke, Thymian und Bergbohnenkraut (siehe unter diesem Stichwort) ebenb�rtig.

      Der Autor hat die krampfl�sende Eigenschaft der Essenz in der Literatur verfolgt. Bereits im Mittelalter wurde sie bei Bronchialasthma mit Erfolg eingesetzt. Ich m�chte darauf hinweisen, da� sich diese Eigenschaften bei allen Thymianoder Origano-Essenzen, die in diesem Buch behandelt werden, wiederfinden; nichts deutet darauf hin, da� die Eigenschaften der drei Lippenbl�tler und damit ihre Anwendungsgebiete, unterschiedlich sind.

      Pfefferminze Mentha piperita


      Lippenbl�tler

      Eine einheimische, heute systematisch angebaute Pflanze; vielleicht ein Hybride der Mentha viridis, der gr�nen Minze. H�ufig werden beide Minzen als englische Minze bezeichnet. Die Anbaugebiete erstrecken sich heute �ber Frankreich, England und Italien bis nach Amerika.

      Zur Verwendung kommen die Bl�tter der Pfefferminze und die Essenz, die mit Hilfe von Dampfdestillation aus den Bl�ttern gewonnen wird.

      Wichtigste bekannte Bestandteile:


      vor allem die Essenz (2 bis 3%), die 30 bis 70% Menthol enth�lt, dann Terpene (Menthen, Phellandren, Limonen ...), ein Keton (Menthon), sowie Gerbs�ure. Essenzen, die aus Pflanzen aus dem n�rdlichen Anbaugebiet gewonnen werden, sind in der Regel wirksamer (vor allem die englische Sorte Mitcham, nach dem Ort genannt, wo sie in gro�em Ma�e angebaut wird).

      Eigenschaften:


      Innerlich:
      • das Nervensystem anregend, allgemein kr�ftigend
      • magenst�rkend
      • krampfl�send (Magenkr�mpfe, Koliken)
      • bl�hungsbek�mpfend
      • allgemein antiseptisch, vor allem aber im Darmbereich
      • schwach schmerzlindernd (im Darmbereich)
      • das Einsetzen der Monatsblutung f�rdernd
      • den Auswurf f�rdernd
      • wurmtreibend
      • leicht aphrodisisch
      • die Muttermilchproduktion einschr�nkend
      • in starken Dosen schlafst�rend
      �u�erlich:
      • antiseptisch
      • parasitenbek�mpfend
      • krampfl�send, schmerzlindernd
      • m�ckenvertreibend

      Anwendungsgebiete:


      Innerlich:
      • allgemeine M�digkeit
      • Verdauungsschw�che, Verdauungsst�rungen
      • Magenschmerzen
      • Luftschlucken
      • Magenkr�mpfe und Koliken (laut Trousseau)
      • Bl�hungen, Durchfall, Cholera
      • Vergiftungen im Magen-Darm-Trakt
      • �belriechender Atem bei Verdauungsst�rungen
      • Leberkrankheiten
      • nerv�ses Erbrechen (laut Trousseau)
      • Herzklopfen und Schwindelzust�nde
      • Migr�ne, Zittern
      • L�hmungserscheinungen
      • ungen�gende oder schmerzhafte Monatsblutungen
      • Impotenz
      • Asthma, chronische Bronchitis (f�rdert den Schleimauswurf)
      • Tuberkulose (laut L. Sevelinges)
      • Darmparasiten
      �u�erlich:
      • Kr�tze
      • Asthma, Bronchitis
      • Stirnh�hlenvereiterung
      • Migr�ne
      • Zahnschmerzen
      • vertreibt M�cken

      Anwendungsarten:


      Innerlich:

      Heiltee: 1 TL Bl�tter auf 1 Tasse kochendes Wasser, 10 Minuten ziehen lassen. 3 Tassen t�glich nach oder zwischen den Mahlzeiten. Vorsicht: kann schlafst�rend wirken.

      Pfefferminzgeist: 15 bis 20 Tr. in einem Glas Zuckerwasser. Sirup: 20 bis 100 Tr. t�glich.

      Essenz: 2 bis 5 Tr. mehrmals am Tag in einem Getr�nk oder in Honig aufgel�st. Durchschnittliche Tagesdosis: 0,05 bis 0,30g (45 Tr. = 1 g).

      Stimulierendes Elixier: Pfefferminzgeist 20 g, Zuckersirup 100 g, Zimtwasser 50 g, kaffee- oder e�l�ffelweise.

      Magenst�rkender Trank: Pfefferminzgeist 15 g, Anisgeist 15 g, Zimtsirup 30 g, Lindenbl�tenwasser 120 g, kaffee- oder e�l�ffelweise.

      �u�erlich:

      als Inhalation (bei Asthma, Bronchitis, Stirnh�hlenvereiterung), zum Einreiben bei Migr�ne oder Zahnschmerzen bei Kr�tze: siehe unter Lavendel die Helmerich-Pomade zum Vertreiben von M�cken: f�r die Nacht das Kopfkissen mit einigen Tropfen Pfefferminz-Essenz betr�ufeln. Pfefferminz-Essenz wird in Zahnpasta und Mundwasser verwendet. Ihre krampfl�sende Wirkung wird bei manchen Abf�hrmitteln benutzt.
      • Notabene:
        1. Ich kann meinen Lesern nicht warm genug empfehlen, frische Pfefferminze in Rohkost und Salatsaucen zu verwenden.
        2. Wenn man dem Sud von korsischem Moos (in Deutschland kaum erh�ltlich) eine Handvoll Pfefferminzbl�tter hinzuf�gt, erh�lt man ein ausgezeichnetes wurmtreibendes Mittel, vor allem f�r Kinder.
        3. Gegen das Ausbleiben der Monatsblutung: eine Prise wilder Pfefferminzbl�tter, Rosmarin, Beifu� und Salbei 8 Tage in 2 I Rotwein ziehen lassen (kalt), filtern. Zehn Tage lang morgens n�chtern ein Glas.
        4. Pfefferminz-Essenz t�tet den Staphylokokkus innerhalb von 3'/z Stunden (laut L. Sevelinges) und den Tuberkulose-Erreger noch in einer Verd�nnung von 0,4%o (laut Courmont, Morel und Rochaix).
        5. Siehe unter Gew�rznelke ein Zahnpasta-Rezept.
          Siehe unter Rosmarin das Rezept f�r ein aphrodisisches Bad.
        6. Ein Zahnelixier: Guajac-Geist 187 g, Kampfer-Geist 4 g, Pfefferminz-Essenz 6 Tr., L�ffelkraut-Essenz 6 Tr., Rosmarin-Essenz 6 Tr.
        7. Pfefferminztee, abends getrunken, kann Schlaflosigkeit herbeif�hren; manche trinken ihn, um wach zu bleiben.

      Rosmarin


      Rosmarinus officinalis

      Lippenbl�tler

      Volkst�mliche Namen: Antonskraut, Meertau, Krankenkraut, Hochzeitsbl�mchen

      Rosmarin w�chst in S�dfrankreich (Provence), Italien, Spanien, Tunesien, Dalmatien usw. Er wird in der K�che verwendet, als Heiltee (Bl�ten und Bl�tter) oder als Essenz, die mit Hilfe von Dampfdestillation aus den Bl�ten gewonnen wird (100 kg Bl�ten liefern ungef�hr 1,5 kg Essenz).

      Wichtigste bekannte Bestandteile:


      das �therische �l, bestehend aus Pinen, Kampfen, Borneol (15%), Kampfer, Harz, Bitterstoffen, Saponin ...

      Eigenschaften:


      Innerlich:
      • allgemein anregend (wie Pfefferminze, Melisse, Salbei, Thymian), das Herz kr�ftigend, die Nebennierenrinden anregend, blutdrucksenkend (laut Caujolle und Cazal)
      • magenst�rkend
      • antiseptisch, vor allem bei Lungenkrankheiten (Husten)
      • Durchfall und G�rungsprozesse bek�mpfend
      • bl�hungsbek�mpfend
      • rheuma- und schmerzlindernd
      • gichtbek�mpfend
      • den Gallenflu� f�rdernd (laut Chabrol verdoppelt die intraven�se Infusion bei Tieren das Volumen der Gallenproduktion. Experimente mit Einf�hrung von Sonden in den Zw�lffingerdarm von Parturier und Rousselle)
      • das Einsetzen der Monatsblutung f�rdernd
      • die Gehirnt�tigkeit f�rdernd
      • harn- und schwei�treibend
      �u�erlich:
      • wundheilend, auch bei Brandwunden, aufl�send
      • parasitenbek�mpfend

      Anwendungsgebiete:


      Innerlich:
      • allgemeine Schw�chezust�nde
      • physische und intellektuelle �beranstrengung (Ged�chtnisschwierigkeiten)
      • Bluthochdruck
      • Impotenz
      • Bleichsucht, Neigung zu Haut- und Schleimhautentz�ndungen
      • Asthma, chronische Bronchitis, Keuchhusten, Grippe
      • Darminfektionen, Dickdarmentz�ndung, Durchfall
      • Bl�hungen Leberbeschwerden, Gallenblasenentz�ndung, Gelbsucht aufgrund von Leberentz�ndung und Verstopfung, Zirrhose, Gallensteine
      • erh�hter Cholesteringehalt im Blut
      • Verdauungsschwierigkeiten, Magenschmerzen
      • Rheuma, Gicht
      • schmerzhafte Monatsblutungen, Wei�flu�
      • Migr�ne, Nervenleiden: Hysterie, Epilepsie, L�hmungsfolgen, Gliederschw�che
      • nerv�se Herzbeschwerden
      • Schwindelzust�nde, Herzstolpern
      �u�erlich:
      • Wunden, auch Brandwunden
      • Rheuma
      • Muskelschmerzen
      • Wei�flu�
      • Kr�tze, Haarausfall
      • allgemeine Ersch�pfungszust�nde, besonders auch der Kinder, Sehschw�che (Augenb�der)

      Anwendungsarten:


      Innerlich:

      Heiltee (Bl�tter oder Bl�ten): 1 TL auf 1 Tasse kochendes Wasser, 10 Minuten ziehen lassen. 1 Tasse vor oder nach den Mahlzeiten

      fl�ssiger Auszug: 3 bis 5 g pro Tag

      �therisches 61: (50 Tr. = 1 g) 3 bis 4 Tr. zwei- bis dreimal t�glich in einer alkoholischen L�sung oder mit Honig

      �u�erlich:

      als Kompressen bei Rheuma: 1 Handvoll auf 1 I Wasser 10 Minuten kochen lassen. Der gleiche Sud bei Wei�flu� als Vaginal-Injektion oder als Wundlotion

      die Essenz in einer alkoholischen L�sung (2%) bei Rheuma zum Einreiben bei Rheuma: Ingwer-Tinktur 40 g, Origano-Essenz 2 g, Rosmaringeist 60 g. Siehe unter Ingwer ein pers�nliches Rezept. Als st�rkender Badezusatz (vor allem f�r Kinder) und gegen Rheuma und Augenschw�che. St�rkende Vollb�der sollten m�glichst morgens genommen werden.

      Ein aphrodisisches Bad (mit allen Vorbehalten): zersto�ener Muskat 50 g, Rosmarin 500 g, Salbei 500 g, Origano 500 g, Pfefferminze 500 g, Kamillenbl�ten 500 g, 12 Stunden ziehen lassen, dann Wacholdertinktur 100 g, Gew�rznelkentinktur 100 g hinzuf�gen. Ausreichend f�r ein Vollbad.

      Haarausfall, Kr�tze, siehe unter Zimt.
      • Notabene:
        1. Rosmarin-Essenz in �berh�hten Dosen kann zu epileptischen Anf�llen f�hren; sie macht, wie die von Fenchel, Tiere furchtsam, w�hrend die von Salbei, Wermut und Ysop, die ebenfalls zu epileptischen Anf�llen f�hren k�nnen, Tiere aggressiv werden l��t.
        2. Rosmarin-Geist, ein ehemals ber�hmtes Jungbrunnenelixier, dem oft noch Zedern- und Terpentin-Ausz�ge beigesetzt wurden, trug fr�her den Namen �Wasser der K�nigin Ungarn� (1380). Es wird berichtet, da� mit seiner Hilfe ei siebzigj�hrige, gel�hmte und gichtgequ�lte Prinzessin sich in ein so junges und verf�hrerisches M�dchen verwandelte, da� der polnische K�nig um ihre Hand anhielt.
        3. Rosmarin ist Bestandteil des �Essigs der vier Diebe�; geh�rt in aromatische Weine, in Beruhigungs-Balsam, in Dardel-Wasser (anregend), in Wundgeist (nach dem franz�sischen Arzneimittelkodex), in Nervenbalsam (anregend, rheumabek�mpfend), in Rosmarin-Pomade (gegen Haarausfall) und in Salben der Tiermedizin.
        4. Siehe unter Pfefferminze das Rezept f�r ein Zahnelixier.

      Salbei


      Salvia officinalis

      Lippenbl�tler

      Volkst�mliche Namen: Salser, Salfat, Altweiberschmecken, Sophie, Geschmackblatt, Muskatellerkraut

      Es gibt ungef�hr 450 Arten und Unterarten.

      Salbei w�chst auf dem ganzen Kontinent und wird h�ufig in G�rten angebaut. Die alten R�mer nannten es herba sacra, und in der Schule von Salerno, einer ber�hmten antiken Medizinerschule, wurde es als Salvia salvatrix, natura conciliatrix geehrt. Salbei geh�rt zur Volksmedizin und ist eines der bekanntesten Heilkr�uter.

      Verwendete Teile:


      Bl�ter, Bl�ten, �therisches �l (das, selbst schwach dosiert, epileptische Anf�lle hervorrufen und f�r das Nervensystem giftig sein kann. Die Giftigkeit der Salbei-Essenz ist zweimal h�her als die von Wermut).

      Wichtigste bekannte Bestandteile:


      Gerbs�ure, ein �strogener Wirkstoff, die Essenz: Borneol, Salviol (oder Salbei-Kampfer), Cineol, Salven, Salvon (ein Keton, das auch Thujon genannt wird, 50% der Essenz ungef�hr, sehr giftig). Siehe auch im Anhang das Kapitel �Giftigkeit bestimmter �therischer �le�.

      Eigenschaften:


      Innerlich:
      • anregend und allgemein kr�ftigend
      • gleichzeitig ausgleichend f�r das vegetative Nervensystem
      • krampfl�send
      • appetitanregend
      • magenst�rkend
      • antiseptisch
      • gegen Schwei� (laut van Swieten)
      • entschlackend
      • harntreibend
      • blutdrucksteigernd
      • das Einsetzen der Monatsblutung f�rdernd (laut Kroszcynski und Bychowka verursacht gereinigter Salbei-Auszug, M�usen gespritzt, �hnliche Ver�nderung wie das Follikulin)
      • f�rdert die Empf�ngnisf�higkeit
      • krebsbek�mpfend (?)
      • die Muttermilchproduktion zum Stillstand bringend
      �u�erlich:
      • zusammenziehend
      • wundheilend
      • antiseptisch
      • kr�ftigend, rheumabek�mpfend (B�der)

      Anwendungsgebiete:


      Innerlich:
      • st�rkt die Kr�fte des gesamten Organismus und ist bei allen Schw�chezust�nden angezeigt: Verdauungstrakt, Leber, Harnwegsinfektionen, Lungenkrankheiten, Rippenfellentz�ndungen ...
      • bei Schw�chezust�nden (nach Krankheiten)
      • Neurasthenie
      • Verdauungsst�rungen in Folge von Magen-Darm-Schw�che
      • verz�gerte Verdauung, Appetitlosigkeit
      • nerv�se Beschwerden: Zittern, Schwindelzust�nde, L�hmungen
      • Schlaganfall
      • chronische Bronchitis
      • Asthma
      • Nachtschwei� von Tuberkulosekranken
      • Hand- und Achselschwei�
      • Neigung zu Haut- und Schleimhautentz�ndungen
      • Wechselfieber
      • ungen�gende Harnausscheidung
      • zu niedriger Blutdruck
      • reguliert ungen�gende Monatsblutungen, generell bei Beschwerden mit Monatsblutungen
      • Post-Menopause
      • vDurchfall (von Tuberkulosekranken und S�uglingen)
      • Sterilit�t (laut Lyte)
      • Krebs
      • Vorbereitung auf die Entbindung
      • zur Eind�mmung der Muttermilchproduktion
      �u�erlich:
      • Wei�flu� (Vaginalinjektionen)
      • Aphthen, Entz�ndung der Mundschleimhaut, Halsentz�ndungen, Kehlkopfentz�ndungen, Zahnschmerzen
      • schlecht heilende Wunden, Geschw�re
      • Schw�chezust�nde bei Kindern, Rachitis, Skrofulose
      • Hautkrankheiten (Ekzeme), Haarausfall
      • Insekten- und Wespenstiche
      • Desinfizierung von Wohnr�umen
      GEGENINDIKATION: w�hrend der Stillzeit

      Anwendungsarten:


      Innerlich:

      Heiltee: 20 g Bl�tter und Bl�ten auf 1 I kochendes Wasser, 10 Minuten ziehen lassen. 3 Tassen pro Tag

      Tinktur: 30 bis 40 Tr. zweimal t�glich in etwas hei�em Wasser

      Fl�ssiger Extrakt aus Salbei: 1 TL abends in Melissentee zur F�rderung des Nervengleichgewichts und als Mittel gegen Nachtschwei�

      Essenz: 2 bis 4 Tr. dreimal t�glich in alkoholischer L�sung oder mit Honigwasser

      Pulver: 1 bis 4 g t�glich

      Anregender Wein: Salbeibl�tter 80 g, Rot- oder Wei�wein 1 I, eine Woche ziehen lassen. 1 bis 3 EL nach den Mahlzeiten. Von H. Leclerc bei allgemeinen Schw�chezust�nden, bei physischer wie psychischer �berbeanspruchung, bei neurasthenischen Erkrankungen, St�rungen des zentralen Nervensystems, vor allem aufgrund l�ngerer Krankheiten empfohlen (ebenfalls bei Wechselfieber)

      auch zum Betupfen von Aphthen geeignet

      Gl�hwein auf Zimt-Basis kann jederzeit durch Gl�hwein auf Salbei-Basis ersetzt werden

      Getr�nk gegen Schwei�ausbr�che: fl�ssiger Auszug aus stabilisiertem Salbei 50 g, Orangenbl�tensirup 30 g, Wasser zum Auff�llen auf 150 ccm, 1 EL vor dem Schlafengehen (Tuberkulose, Post-Menopause)

      �u�erlich:

      das Einsetzen der Monatsblutung f�rdernde Z�pfchen: fl�ssiger Auszug aus Salbei 0,25 g, Pappel-Salbe 1 g, Kakao-Butter 3 g, wei�es Wachs, gen�gend f�r 1 Z., 1 bis 2 Z�pfchen t�glich. (Ausbleiben der Monatsblutung, Beschwerden bei der Monatsblutung, Sterilit�t)

      Sud: 1 Handvoll Bl�tter und Bl�ten aus 1 I Wasser. 10 Minuten kochen lassen

      als Vaginalinjektion (Wei�flu�) als Kompressen auf Beingeschw�re, schlecht heilende Wunden, Hautkrankheiten, Ekzeme

      als Mundsp�lung bei Aphthen, Mundschleimhautentz�ndungen und Geschw�ren in der Mundh�hle

      Tinktur und Rum, zu gleichen Teilen gemischt: zum Einreiben bei Haarausfall

      bei Insekten- und Wespenstichen: den Stich mit zerriebenen Bl�ttern einreiben

      getrocknete Bl�tter zum Rauchen (Asthma), siehe S. 367

      Pomade aus Salbeibl�tter 30 g, Bl�tter des kriechenden Efeu 30 g, Schmalz 250 g, wei�es Wachs 45 g, alles zusammen kochen, dann die Bl�tter entfernen (f�r schlecht heilende Wunden, Geschw�re, Prellungen)

      als Badezusatz f�r geschw�chte Kinder, bei Rachitis, Skrofulose, Rheum

      siehe unter Rosmarin das Rezept f�r ein aphrodisisches Bad
      • Notabene:
        1. Wenn einen Monat vor der Geburt regelm��ig SalbeiTee getrunken wird, werden die Geburtsschmerzen erheblich geringer sein.
        2. Wiesen-Salbei (Salvia pratensis) hat die gleichen Eigenschaften, allerdings ist er weniger stark.
          Muskateller-Salbei (Salvia scalarea) hat ebenfalls die gleichen Eigenschaften, vor allem die anregenden und die Monatsblutung f�rdernden. Auch heute noch werden mit seinen Bl�ttern der Keuchhusten bek�mpft. Er enth�lt eine Essenz, die die Konsistenz eines festen Honigs hat und das Scalareol enth�lt. Da er �hnlich wie grauer Amber riecht, wird er h�ufig in der Kosmetikindustrie verwendet. Bei manchen Erzeugnissen dient er sogar als Basis-Produkt.
          Laut Elt Muller wurde diese Salbei-Art fr�her von deutschen H�ndlern zur Verf�lschung ihrer Weine benutzt. Etwas Muskateller-Salbei und Holunder verliehen dem Rhein-Wein angeblich einen angenehmen MuskatellerGeschmack. Sicher stammt dle Bezeichnung �Muskateller-Salbei� aus dieser Zeit.
        3. Zur Desinfizierung von R�umen, in denen Schwerkranke lagen, sollte man Salbeibl�tter auf Holzkohle verbrennen.
        4. Sandelholz


          Santalum album und Santalum spicatum

          Sandelgew�chs

          Der in Indien und Australien wachsende Baum ist ein Parasit, dessen Wurzeln sich in die anderer B�ume eingraben.

          Verwendete Teile:


          Das Holz, vor allem aber die Essenz, die mit Hilfe von Dampf aus dem Holz destilliert wird.

          Wichtigste bekannte Bestandteile


          Essenz, die zu 80% aus terpenhaltigen Alkoholen besteht, dem Santanol und verschiedenen Fusanols, der Santal- und Teresantals�ure, Kohlenstoffen ...

          Eigenschaften:

          • antiseptisch (Harnwege, Lunge) kr�ftigend, aphrodisisch
          • zusammenziehend (Holz)

          Anwendungsgebiete:

          • besonders bei Infektionen der Harnwege: Tripper, Blasenentz�ndungen
          • Entz�ndungen durch Kolibakterien
          • Impotenz
          • chronische Bronchitis
          • hartn�ckiger Durchfall (Holz)

          Anwendungsarten:


          Kapseln mit 0,25 g Essenz: 4 bis 20 t�glich (Santalum album), 6 bis 12 t�glich (Santalum spicatum); die Dosen k�nnen �bertrieben anmuten, da manche Autoren als Tagesh�chstdosen 1 bis 1,5 g angeben.

          Santalol: Kapseln mit 0,50 g: 2 bis 4 t�glich

          Andere Zusammenstellungen: Sandelholz-Essenz 0,20 g, Salol 0,05 g pro Kapsel, Sandelholz-Essenz 0,15 g, Salol 0,05 g, Methylenblau 0,025 g pro Kapsel

          bei �berdosierung: Hitzegef�hl in der Magengegend, starker Durst, zuweilen �belkeit
          • Notabene:
            1. Das Santalum album wird auch Santalum citrinum genannt Das Santalum spicatum stammt aus Australien.
            2. In der Antike wurden aus dem Sandelholz M�bel hergestellt. Es diente zur Innenausstattung der Tempel, nicht nur aufgrund des guten Geruches, den es verstr�mt, sondern auch weil es niemals von Insekten befallen wird.
              Zu Pulver zermahlen, wurde es w�hrend religi�ser Zeremonien verbrannt. Im Orient ist es als Parf�m hei� begehrt.
              Ich verweise auf das Standardwerk Formulaire pharmaceutique (Vigot Freres editeurs). Dieses 2080 Seiten umfassende Werk wurde von H. Leclerc, einem der Direktoren der Pharmacie Centra le des H�pitaux de Paris, herausgegeben. Die antiseptischen Eigenschaften des Sandelholzes, gerade in bezug auf die Harnwege, sind hier deutlich hervorgehoben.

          Sassafras


          Sassafras officinalis

          Lorbeergew�chs

          Der Baum w�chst in Mittelamerika.

          Verwendete Teile:


          das Wurzelholz, die Rinde, die Essenz, die durch Dampfdestillation der Rinde und des Wurzelholzes gewonnen wird.

          Wichtigste bekannte Bestandteile:


          fl�chtiges �l, das zu 80% aus Safrol, Pinen, Phellandren, Eugenol, rechtsdrehendem Kampfer usw. besteht.

          Eigenschaften:


          Innerlich:
          • anregend
          • schwei�treibend (geh�rt zu den vier schwei�treibenden Holzarten)
          • harntreibend
          • bl�hungsbek�mpfend
          �u�erlich:
          • hautreizend, schmerzlindernd

          Anwendungsgebiete:


          Innerlich:
          • physische und psychische Schw�chezust�nde
          • Hautkrankheiten
          • Rheuma, Gicht, Syphilis
          • Beschwerden bei den Monatsblutungen
          • Beschwerden des Harn- und Genitaltraktes (chronisch Tripper)
          • allgemein, besonders aber geistig anregend
          �u�erlich:
          • rheumatische Beschwerden
          • Insektenstiche

          Anwendungsarten:


          Heiltee: 10 g Rinde auf 1 I kochendes Wasser. 3 Tassen t�glich.

          Pulver: 2 bis 4 g t�glich. Essenz: 1 bis 2 Tr. mehrmals am Tag in einer alkoholischen L�sung oder in Honig (siehe S. 147).

          �u�erlich: zum Einreiben, verd�nnt oder rein
          • Notabene:
            1. Shelbey empfahl die Sassafras-Essenz als Gegengift gegen Tabak. Bei der Parf�m- und Seifenherstellung macht ihm das aus dem Kampfer-�l gewonnene Safrol immer st�rker Konkurrenz.

          Terpentin


          Terpentine sind Harze, die aus bestimmten Arten von Nadelh�lzern und terpentinhaltigen Gew�chsen (Pinus laricio, Pinus maritima, Pinus sylvestris, Pinus palustris, Abies pectinata usw.) gewonnen werden.

          Sie sind von weicher Beschaffenheit und entstehen durch die Aufl�sung harziger Bestandteile in einer Mischung aus fl�ssigen Kohlenstoffen.

          Sie enthalten Terpene, mono- und bizyklische Kohlenstoffe, S�uren, Alkohole mit hohem Molekulargewicht usw.

          Wir unterscheiden folgende Arten:
          1. Das Terpentin der Fichte, auch Terpentin aus Bordeaux genannt. Es handelt sich dabei um das gew�hnliche Terpentin, das aus dem Pinus pinaster gewonnen wird. In der Arzneimittelindustrie wird es haupts�chlich in Form von Pillen und Sirup verwendet.
          2. Das Terpentin derL�rche, auch venezianisches Terpentin genannt, das aus der Larix decidua gewonnen wird. Es findet haupts�chlich bei Verb�nden und Balsamen Anwendung.
          3. Das Terpentin der Tanne, auch els�ssisches Terpentin oder Terpentin aus den Vogesen genannt, das aus der Abies pectinata gewonnen wird. Mit Wasser gekocht, wird seine Essenz entfernt; auf diese Weise kann man das sogenannte gekochte Terpentin erzielen.

          Eigenschaften:

          • den Auswurf f�rdernd, ver�ndert die Bronchialsekretion
          • balsamisch und antiseptisch

          Anwendungsgebiete:

          • chronische Bronchitis, Katarrhe
          • Harnwegsinfektionen: Nierenbeckenentz�ndungen, Harnr�hrenentz�ndungen, Blasenentz�ndungen

          Anwendungsarten:


          Innerlich:

          in Pillenform (dem franz�sischen Arzneimittelkodex entsprechend): 3 bis 10 t�glich (� 0,20 g).

          in Sirup (dem franz�sischen Arzneimittelkodex entsprechend): 50 bis 100 g t�glich

          �u�erlich:

          Verb�nde Fioravanti-Balsam (dem franz�sischen Arzneimittelkodex entsprechend)

          Terpentin-Essenz

          Die Essenz wird durch die Destillierung des Terpentins gewonnen, wobei haupts�chlich das Fichten-Terpentin benutzt wird. Man verwendet dabei Wasser oder nicht �berhitzten Wasserdampf. Die Essenz mu� gereinigt werden, denn sie ist klebrig gef�rbt und sauer.

          Die in der Arzneimittelherstellung verwendete Essenz besteht vor allem aus linksdrehendem Terpentin. Zusammen mit Wasser, aber haupts�chlich mit Luft bildet sie ein Hydrat, das Terpin (das, in kleinen Dosen, die Lungensekretion verfl�ssigt und harntreibend wirkt). Oxydantien greifen die Terpentin-Essenz scharf an. Oxydierte Essenz hat oxydierende Eigenschaften, die denen des Ozons gleichen.

          Eigenschaften (zum Teil schon Hippokrates, Dioskurides und Galen bekannt):


          Innerlich:
          • ver�ndert die Lungensekretion und beg�nstigt sie gleichzeitig
          • balsamisch, antiseptisch (Lunge und Genital- und Harntrakt, Richet und Hericaut), ist als Antiseptikum besonders bei Streptokokken wirksam, verabreicht zumeist als subkutane Spritzen (k�nstliches, terpentiniertes Serum, 1/200), oder als Vaginalinjektion (als Emulsion vermischt mit Panama-Holz).
          • blutstillend, Gallensteine aufl�send
          • krampfl�send, rheumabek�mpfend
          • wurmtreibend
          • Gegengift zu Phosphor, dessen Oxydierung es unterbindet, vor allem, wenn es schon alt ist
          �u�erlich:
          • parasitenbek�mpfend
          • schmerzlindernd
          • ableitend
          • antiseptisch und wundheilend

          Anwendungsgebiete:


          Innerlich:
          • chronische und �belriechende Bronchitis, Lungentuberkulose
          • Harnwegs- und Nierenentz�ndungen, Blasenentz�ndungen, Harnr�hrenentz�ndungen
          • Wei�flu�
          • Kindbettfieber
          • Darm-, Lungen-, Geb�rmutter-, Nasenblutungen; Bluterkrankheit
          • Gallensteine
          • Verminderung der Harnausscheidung
          • Wassersucht
          • Rheuma
          • Kr�mpfe (Darm, Keuchhusten)
          • Bl�hungen
          • Migr�ne
          • Darmparasiten (vor allem Bandwurm)
          • hartn�ckige Verstopfung
          • Epilepsie
          • bei versehentlicher Einnahme von Phosphor
          �u�erlich:
          • Rheuma, Gicht, Neuralgien, Ischias
          • schlecht heilende und brandige Wunden
          • Kr�tze, Haarausfall
          • Wei�flu�, Kindbettinfektionen

          Anwendungsarten:


          Innerlich:

          Terpentin-Essenz ist viermal so wirksam wie Terpentin: 1 bis 4 g t�glich in Kapseln oder Perlen zu 0,25 g (4 bis 16 Kapseln pro Tag). Oder 6 bis 10 Tr. in Honig drei- bis viermal t�glich.

          Kinder: 0,20 g pro Lebensjahr t�glich.

          Sirup: 50 bis 100 g t�glich

          Pillen gegen Nieren- und Blaseninfektionenen: gereinigtes Terpentin 0,10 g, Kampfer 0,10 g, Opiumextrakt 0,01 g, Eisenhutextrakt 0,01 g pro Pille, 3-4. Pillen t�glich

          Pillen gegen chronische Bronchitis: gereinigtes Terpentin 0,1 g, Soda-Benzoat 0,1 g pro Pille, 5 bis 10 Pillen t�glich

          Sirup gegen chronische Bronchitis: Terpentinsirup 50 g, Teersirup 50 g, Tolusirup 50 g, Kodeinsirup 50 g, 3 EL t�glich

          Durande-Mixtur gegen Gallensteine: Medizinischer �ther 20 g, Terpentin Essenz 10 g, 15 bis 30 Tr. t�glich

          als Gegengift bei Phosphorvergiftungen: 5 bis 15 g in einer gummihaltigen L�sung, dem kohlensaures Natron hinzugef�gt wurde. 2 g t�glich w�hrend 4 bis 5 Tagen

          Emulsion gegen Phosphorvergiftungen: Terpentin-Essenz 5 bis 10 g, Eigelb 1 St�ck, PfefferminzSirup 50 g, Wasser 100 g, alle 2 bis 3 Stunden 1 EL

          �u�erlich:

          als Inhalation: Terpentin-Essenz 10 g, Eukalyptus-Tinktur 30 g, Benzoeharz-Tinktur 30 g, 1 TL auf eine Schale kochendes Wasser zum Einreiben bei schlecht heilenden und brandigen Wunden, Rheumatismus und Neuralgien. Siehe auch unter Ingwer das Rezept zur Rheumabek�mpfung.

          Balsam bei Rheumaschmerzen: Fioravanti-Balsam 250 g, Seife 30 g, Kampfer 25 g, Ammoniak 8 g, Rosmarin-Essenz 6 g, Thymian-Essenz 2 g, zum Einreiben

          Badeemulsion: Terpentin-Essenz 200 g, Schmierseifenl�sung (1/4) 200 g, gut miteinander vermischen. Die H�lfte f�r ein Vollbad, 1 oder 2 EL f�r Teilb�der (Unterarm). Gegen Rheuma

          Emulsion intravaginal oder intrauterine Injektionen: Terpentin-Essenz 50 g, Quillaja-Tinktur 5 g, sterilisiertes Wasser 600 g, gut miteinander vermischen. 2 EL auf 1 l abgekochtes Wasser (Kindbettinfektionen)

          parasitenbek�mpfend (L�use)
          • Notabene:
            1. Fioravanti-Balsam, der in vielen Werken �ber fl�chtige Essenzen erw�hnt wird, ist ein aus verschiedenen Bestandteilen zusammengesetzter Terpentin-Geist. Zu seiner Herstellung werden Alkohol, Terpentin und 15 aromatische und harzhaltige Substanzen zusammen destilliert (siehe S. 369).
            2. Das �Harlem-�I� setzt sich aus geschwefeltem Leinsamen�l und Terpentin-Essenz zusammen und wird bei Leber- und Nierenbeschwerden, Rheuma und Bronchitis empfohlen. Das �unverf�lschte Harlem-�l - Licence Thomas� hat mir in meiner Praxis immer zu guten Resultaten verholfen.

          Terpin


          (Di-Hydrat des Terpentin)

          Eigenschaften:


          in geringer Dosierung (0,20 bis 0,60 g) die Lungensekretion verfl�ssigend, bei h�heren Dosen (0,80 bis 1,50 g) die Lungensekretion aufhaltend (durch Zusammenziehung der Bronchialgef��e), blutstillend

          Anwendungsgebiete:

          • Bronchitis mit reichlicher Absonderung
          • Blutungen (Bluthusten, Geb�rmutterblutungen)
          GEGENINDIKATION: chronische Nierenentz�ndung

          Anwendungsarten:


          Innerlich:

          als Pillen zu 0,10 g (1 bis 20 t�glich)

          in Getr�nken oder als Elixier, bei Kindern: 0,05 bis 0,1 g pro Lebensjahr t�glich, oft in Verbindung mit Kodein oder Kreuzblume.

          Rezepte:

          den Auswurf f�rdernde Pillen: Terpin 0,05 g, Benzoe-S�ure 0,05 g, Kreuzblumen-Extrakt 0,05 g pro Pille. 5 bis 10 Pillen t�glich.
          Terpin-Kodein-Pillen (nach dem franz�sischen Arzneimittelkodex): Terpin 0,05 g, Kodein 0,01 g, Fichten-Terpentin 0,03 g pro Pille. 4 bis 8 Pillen t�glich.
          Getr�nk gegen akute Bronchitis (f�r Kinder im Alter von 5 bis 8 Jahren): Terpin 0,25 g, Soda-Benzoat 1 g, Tolu-Sirup 40 g, destilliertes Wasser 60 g, 1 TL alle zwei Stunden.
          Kapseln gegen Bronchitis: Terpin 0,30 g, Gajakol-Karbonat 0,30 g pro Kapsel. 4 bis 5 Kapseln pro Tag.

          Thymian


          Thymus vulgaris

          Lippenbl�tler

          Volkst�mliche Namen: Quendel, Feldk�mmel

          Der Thymus serpyllum oder Strand-Thymian hat die gleichen Eigenschaften wie der Thymus vulgaris und wird in der gleichen Weise verwendet. Der Thymian geh�rt zu den Pflanzen, die die meisten wohltuenden Eigenschaften aufzuweisen haben.

          Verwendete Teile:


          Bl�ten und Bl�tter (als Heiltee) und die Essenz, die mit Hilfe von Dampf aus den Bl�ten destilliert wird; diese Essenz mu� erst von reizenden Substanzen gereinigt werden, bevor man sie verwenden kann.

          Wichtigste bekannte Bestandteile:


          Gerbs�ure, Bitterstoffe, Essenz mit zwei Phenolen (bis zu 60% Thymol und Carvacrol), Terpene (Terpinen, Lymen), Alkohole (Borneol, Linalol) ...

          Eigenschaften:


          Innerlich:
          • allgemein anregend, psychisch und physisch
          • nervenst�rkend
          • gilt als intelligenzf�rdernd
          • soll aphrodisisch sein
          • appetitanregend
          • blutdruckerh�hend (laut Cajolle und Cazal)
          • krampfl�send, magenst�rkend
          • balsamisch, den Auswurff�rdernd (die Sekretionen ver�ndernd)
          • antiseptisch (Verdauungstrakt, Lunge, Genitaltrakt, Harnwege)
          • bei Infektionskrankheiten die Bildung der wei�en Blutk�rperchen anregend
          • harntreibend, schwei�treibend
          • das Einsetzen der Monatsblutung f�rdernd
          • bl�hungsbek�mpfend
          • leicht bet�ubend
          �u�erlich:
          • antiseptisch und bakterienbek�mpfend, vor allem die peroxydierte Essenz, giftbek�mpfend
          • f�ulnisverhindernd, wundheilend
          • rheumabek�mpfend
          • parasitenbek�mpfend

          Anwendungsgebiete:

          • psychische und physische Schw�chezust�nde, Angstzust�nde, Nervenschw�che, Nervenschmerzen
          • Blutarmut (Kinder)
          • niedriger Blutdruck
          • Bleichsucht
          • Krampfhusten (Keuchhusten, laut H. Schulz)
          • Lungenkrankheiten: Lungenbl�hungen, Pilzbefall der Lunge, Bronchitis
          • Tuberkulose
          • Asthma
          • Verdauungsbeschwerden
          • Darm- (Typhus) und Harnwegsinfektionen
          • G�rungen, Bl�hungen
          • Erk�ltungskrankheiten (Grippe, Stirnh�hlenkatarrh, Zerschlagenheit, Fr�steln, Halsentz�ndungen), eines der besten Mittel
          • Furunkel
          • Rheuma
          • Kreislaufst�rungen
          • durch Krankheit verursachtes Ausbleiben der Monatsblutungen
          • Wei�flu� (laut M. Girault, Dijon)
          • Darmparasiten (Spulw�rmer, Madenw�rmer, Hakenw�rmer, Bandw�rmer)
          • Schlaflosigkeit
          �u�erlich:
          • Hautkrankheiten, Furunkel, Wunden
          • Wei�flu�
          • Mundh�hlen- und Zahnpflege
          • allgemeine Ersch�pfungszust�nde (B�der)
          • Gelenk- und Muskelrheuma, Gicht, Arthritis
          • Haarausfall
          • Desinfizierung der Haut
          • L�usebefall, Kr�tze

          Anwendungsarten:


          Innerlich:

          Heiltee: 1 Zweig pro Tasse. Einige Sekunden kochen, dann 10 Minuten ziehen lassen. Je nach Geschmack und m�glichst mit Honig s��en. 3 bis 4 Tassen t�glich, zwischen oder nach den Mahlzeiten

          h�ufiger Gebrauch in der K�che (Suppen, gegrilltes Fleisch ... siehe auch Notabene)

          �therisches �l. entweder als Tropfen (3 bis 5 Tr. dreimal t�glich in alkoholischer L�sung oder Honig (siehe S. 147) oder als Pille: Thymian-Essenz 0,10 g, Mandelseife 0,10 g, Eibischpulver 0,10 g pro Pille. 4 bis 6 Pillen pro Tag

          bei Keuchhusten: Thymian-, Eukalyptus- und Zypressen-Essenz gleichzeitig

          bei Halsentz�ndungen Thymian kauen
          • Notabene:
            1. Der sehr angenehm zu trinkende Thymian-Tee kann nicht warm genug empfohlen werden, vor allem zum Fr�hst�ck, Ersatz f�r Kaffee oder Tee.
            2. Ein Rezept f�r eine Marinade, von Dr. H. Leclerc: in einem halben Liter Wei�wein ein Thymian-Str�u�chen, ein Bergbohnenkrautstr�u�chen, einige Schalotten, 3 oder 4 Knoblauchzehen, 2 Lorbeerbl�tter, einige Gew�rznelken ziehen lassen, 250 g Salz und 15 g gemahlenen Pfeffer hinzuf�gen (von Husson �berliefert).

          �u�erlich:
          1. Als Pomade (bei Hautkrankheiten, Rheuma- und Muskelschmerzen, bei Keuchhusten zum Einreiben der Brust), in Kosmetika als Zusatz bei Hautmilch, Cremes und Toilettenwasser (laut Novi stark bakterienabt�tend);
            h�ufig in Verbindung mit Zitrone und Bergamotte;
            in der Chirurgie als Seifenl�sung zur Desinfizierung der H�nde; Sud in Oliven�l, als Kompresse auf Wunden, bei Insektenstichen oder Schlangenbissen. Zus�tzlich mit Essenz oder zerriebenen Bl�ttern die Bi�stelle bestreichen (kann den Arzt nicht ersetzen).
          2. Bei Rheumaschmerzen Thymian hacken, in einem Gef�� erw�rmen, mit Gaze umh�llen und hei� auflegen.
          3. Aromatisches Bad: 500 g Thymian in 4 I Wasser kochen, filtern, dem Badewasser zusetzen (Arthritis, Rheuma, Gicht, allgemeine Schw�chezust�nde; gleichzeitig schleiml�send und den Auswurf f�rdernd).
          4. Hier ein nutzbringendes, von Dr. H. Leclerc �bermitteltes. Rezept f�r ein Vollbad: Tyhmian-Essenz 2 g, Origano-Essenz 0,5 g, Rosmarin-Essenz 1 g, Lavendel-Essenz 1 g, basisches Natron 350 g, st�rkend, gut f�r Arthritis-Erkrankte.
          5. Inhalationsmischung: Menthol 0,25 g, Peru-Balsam 5 g, Thymian-Essenz 10 g, Alkohol zu 90% 80 g, 1 TL in einer Schale mit sehr hei�em Wasser; 2 bis 3 Inhalationen t�glich.
            Siehe unter Fichte ein anderes Rezept und unter Eukalyptus ein Rezept f�r �Inhalations�-Tabletten.
          6. Konzentrierter Sud: 1 Handvoll auf 1 I Wasser. Auf die H�lfte einkochen lassen (kr�ftigt die Kopfhaut, verlangsamt oder verhindert Haarausfall).
          7. Bei L�usebefall oder Kr�tze siehe unter Zimt und unter Origano das Rezept einer Pomade.
          8. Siehe unter Zimt den Lik�r �Perfekte Liebe�.
        5.  

      Ylang-Ylang


      Unona odoratissima

      Magnoliengew�chs

      Wird auch h�ufig als Cananga odorata bezeichnet.

      Das Ylang-Ylang stammt von B�umen des Fernen Ostens: Java, Sumatra, Philippinen, aber auch Madagaskar, den Komoren und der Ile Reunion.

      Verwendete Teile:


      Essenz, die mit Hilfe von Dampf aus den Bl�ten destilliert wird.

      Wichtigste bekannte Bestandteile:


      freies und verestertes Linalol, Safrol, Eugenol, Geraniol, Pinen, Sesquiterpene, Cadinen, Benzyl-Benzoat, Ameisens�ure, Benzoes�ure, Essigs�ure, Salicyls�ure, Baldrians�ure usw.

      Eigenschaften:

      • setzt die Atemfrequenz sowie die Herzschlagfrequenz herab
      • blutdrucksenkend, beruhigend
      • antiseptisch
      • soll aphrodisisch sein

      Anwendungsgebiete:

      • bei gesteigerter Herzfrequenz
      • Bluthochdruck
      • Darminfektionen
      • Eiterabsonderungen
      • Impotenz
      • Frigidit�t

      Anwendungsarten:


      Innerlich:

      Essenz: 2 bis 5 Tr. dreimal t�glich mit Honig

      �u�erlich:

      Essenz als wasserhaltige Emulsion oder in alkoholischer L�sung
      • Notabene: Ylang-Ylang wird unter verschiedenen Klassifizierungen, je nach Reinheit der Essenz, in der Parf�mindustrie verarbeitet.

      Ysop


      Hyssopus officinalis

      Lippenbl�tler

      Volkst�mliche Namen: Ispenkraut, Weinespenkraut, Eisewig, Eisop

      Die aus dem Mittelmeerraum stammende Pflanze ist heute in ganz Europa heimisch. Bei den Hebr�ern hie� es �Esobh�, das �Heilige Kraut�. Hippokrates verschrieb es bei Rippenfellentz�ndung und Dioskurides bei Atembeschwerden und Asthma (Ysop-Wein oder als Sud �in Wasser gekocht�).


      Eigenschaften:


      Innerlich:
      • erleichtert und ver�ndert den Auswurf der Lungensekretion (die Essenz wird �ber die Lunge ausgeschieden)
      • antiseptisch
      • hustenstillend, l�send
      • anregend, regt das zentrale Nervensystem an (laut Cadeac und Meunier)
      • blutdrucksteigernd (laut Caujolle, Cazal)
      • schwei�treibend, harntreibend
      • verdauungsf�rdernd, magenst�rkend
      • die Muttermilchproduktion f�rdernd
      • wurmtreibend
      • krebsbek�mpfend (?)
      �u�erlich:

      wundheilend

      Anwendungsgebiete:


      Innerlich:
      • Asthma, Heuschnupfen, Atemschwierigkeiten
      • chronische Bronchitis, Husten, Grippe
      • Tuberkulose (die Essenz t�tet den Koch-Erreger noch in einer Verd�nnung von 0,2% ab)
      • Appetitlosigkeit
      • Hautkrankheiten
      • Rheuma
      • niedriger Blutdruck
      • Harnsteine
      • Fieberausschl�ge
      • Verdauungsst�rungen, Verdauungsbeschwerden
      • Magenschmerzen, Koliken, Bl�hungen
      • Wei�flu�
      • Darmparasiten
      • Krebs (?)
      �u�erlich:
      • Wunden, blaue Flecken
      • Syphilis, Krebsgeschw�re, Ekzeme

      Anwendungsarten:


      Innerlich:

      Heiltee: 20 g auf 1 I Wasser. 3 Tassen t�glich. Bei Bronchitis kann man noch Malve, Eibisch und kleinblumige K�nigskerze hinzuf�gen.

      Ysopgeist: 10 bis 30 Tr. in 1/2 Glas Wasser

      Heiltee gegen Asthma: Eppich-Wurzeln 30 g, Kletten-Wurzeln 30 g, Quecken-Wurzeln 30 g, Erlen-Wurzeln 30 g, Frauenhaarfarn-Bl�tter 30 g, Andorn 3 g, Ylang-Ylang 3 g, Fenchel-Samen 15 g, 3 Minuten in 1 I Wasser kochen, wie ein gew�hnliches Getr�nk trinken

      �therisches �l: 2 bis 4 Tr. dreimal t�glich in alkoholischer L�sung oder mit Honig

      �u�erlich:

      Heiltee: 30 g auf 1 1 Wasser. F�r Waschungen oder Wundkompressen. Ysop geh�rt auch zu den Bestandteilen des pflanzenelixiers der Grande-Chartreuse*
      Frische Melisse 640 g, frischer Ysop 640 g, frischer Engelwurz 320 g, Zimt 160 g, Safran 40 g, Macis 40 g, 8 Tage in zehn Liter Alkohol ziehen lassen, abgie�en, die Pflanzen gut ausdr�cken und zusammen mit einem bestimmten Quantum frischer Pflanzen destillieren (Melisse, Ysop). Nach einiger Zeit 1250 g Zucker unterr�hren, filtern.

      * Ber�hmtes franz�sisches Kloster mit jahrhundertealter Tradition. Anmerkung des �bersetzers.

      Anderes Rezept: Zitronenmelissen-Essenz 2 g, Ysop-Essenz 2 g, EngelwurzEssenz 10 g, Englische Minzen-Essenz 20 g, Muskatnu�-Essenz 2 g, Gew�rznelken-Essenz 2 g, Alkohol zu 80% 2 I, Zucker nach Belieben, je nach Belieben mit einigen Tropfen Safran-Tinktur gelb oder einigen Tropfen Indigo oder Holundergeist gr�n f�rben. (Siehe im Anhang das Kapitel �Giftigkeit bestimmter �therischer �le�.)

      Zimt aus Ceylon


      Cinnamonum zeylanicum

      Lorbeergew�chs

      Ceylonesischer Zimt (auch Kaneel) ist der ber�hmteste. Der immergr�ne Zimtbaum w�chst auf Sri Lanka, in Ostindien, auf den Antillen, auf Java, Madagaskar usw. Alle zwei Jahre wird die innere Rinde der jungen Triebe geerntet, getrocknet, in St�cke geteilt, verpackt und in Form von kleinen Zylindern in den Handel gebracht.

      Chinesischer Zimt ist weniger gesch�tzt; er stammt vom Cinnamonum cassia, einem Baum, der in Annam und Mittelchina zu Hause ist. Das Pulver des chinesischen Zimtes ist r�tlicher als das des ceylonesischen.


      Eigenschaften:


      Innerlich:
      • stimulierend auf Kreislauf-, Herz- und Atemfunktionen
      • verdauungsf�rdernd, magenst�rkend
      • antiseptisch, f�ulnishemmend (ceylonesischer Zimt t�tet den Typhus-Erreger noch in einer Dosis von 1/300)
      • bl�hungsbek�mpfend
      • wurmtreibend
      • krampfl�send
      • leicht zusammenziehend, blutstillend
      • leicht aphrodisisch
      • das Einsetzen der Monatsblutung f�rdernd (man hat ihn schon verd�chtigt, abtreibend zu wirken)
      • bewirkt eine leichte Erh�hung der K�rpertemperatur, der Speichelproduktion, der Augenfl�ssigkeit und der Nasensekretion
      �u�erlich:

      parasitenbek�mpfend

      Anwendungsgebiete:


      Innerlich:
      • allgemeine Schw�chezust�nde
      • Steifheit der Glieder und Muskelschmerzen infolge von Fieber, Grippe und Erk�ltungskrankheiten
      • Schw�chezust�nde bei Grippe
      • Herzrhythmusst�rung
      • Magenschw�che, Verdauungsbeschwerden
      • Darmparasiten
      • Darmkr�mpfe, Durchfall
      • Geb�rmutterblutungen, Wei�flu�
      • Blutspucken, Impotenz
      • ungen�gende Monatsblutungen
      • fr�her w�hrend der kalten Jahreszeit Melancholikern, Verdauungsschwachen und Greisen sehr empfohlen
      �u�erlich:
      • L�usebefall, Kr�tze
      • Wespenstiche, Schlangenbisse

      Anwendungsarten:


      Innerlich:

      Heiltee: 8 bis 15 g Rinde auf 1 I Wasser

      gemahlen: 0,50 bis 2 g t�glich

      destilliertes Zimtwasser: 10 bis 50 g in Sirup oder Getr�nk

      Tinktur (1/5): 1,5 bis 10 g in Sirup oder Getr�nk als Gl�hweingew�rz bei Erk�ltungen, Gliedersteifheit, Grippe

      Essenz: 2 bis 3 Tr. zweimal t�glich mit Honig oder alkoholischer L�sung; durchschnittliche Tagesdosis 0,05 bis 0,3 g.

      bei Grippe: 0,05 ccm alle zwei Stunden

      bei Cholera: 5 bis 10 Tr. alle 30 Minuten

      Mischung bei Verdauungsschwierigkeiten: Bl�tter der schwarzen Johannisbeere 10 g, ceylonesischer Zimt 1 g, Gew�rznelke 1 g, f�r 1 l Wasser als Heiltee. Eine Tasse nach jeder Mahlzeit

      bei Geb�rmutterblutungen als Getr�nk: Zimt-Tinktur 25 g, Zimtwasser 150 g, Essig�ther 5 g, Bitterorangensirup 30 g, innerhalb von 24 Stunden trinken

      �u�erlich:

      kann, mit anderen Essenzen vermischt, f�r Inhalationszwecke verwendet werden (bei Krankheiten der Atemwege)

      gegen L�usebefall und Kr�tze: Zimt-Essenz 2,5 g, Thymian-Essenz 2,5 g, Rosmarin-Essenz 2,5 g, Fichten-Essenz 2,5 g, Soda-Sulforicinat (30%) 90 g.

      Gegen Kr�tze: siehe unter Lavendel die Helmerisch-Pomade

      Essenz auf Wespenstiche und Schlangenbisse (nur zus�tzliche Behandlung!) auftragen
      • Notabene:
        1. Zimt ist Bestandteil von vielen fertigen Pr�paraten, zum Beispiel dem Garus-Elixier, dem Toddschen Heiltrank, von Pr�paraten auf Melissengeist-Basis, von Hals-Pastillen, Zahnpasten usw.
        2. Herzst�rkendes Getr�nk nach dem franz�sischen Arzneimittelkodex: Zimt-Tinktur 10 g, Banyuls (ein Aperitif auf Rotweinbasis) 150 g, Sirup 40 g.
        3. Herzst�rkenderZimtwein (H�pitaux de Paris): Rotwein 100 g, Zimt-Tinktur 8 g, Melissengeist 6 g, einfacher Sirup 30 g. (Das Rezept ist mit dem 1821 von den H�pitaux Militaires erstellten identisch.)
        4. Aromatische Arnika-Tinktur setzt sich wie folgt zusammen: Arnika-Bl�ten, 50 g, Gew�rznelken 10 g, Zimt 10 g, Ingwer 10 g, Anis 100 g, Alkohol 1 I, 8 Tage ziehen lassen. Filtern.
          Bei St�rzen und Quetschungen zwei- bis dreimal t�glich 1 TL in einem 112 Glas Zuckerwasser; gutes Zahnschmerzmittel,
        5. Das antiseptische Elixier Chaussiers besteht aus: Chinarinde 64 g, Cascara-Rinde 16 g, Safran 2 g, spanischer Wein 500 g, Zimt 12 g, Schnaps 500 g, einige Tage ziehen lassen, dann folgendes hinzuf�gen:
          Zucker 150 g, geschwefelter �ther 6 g, gegen Typhus (wurde in den Jahren 1814/15 benutzt).
        6. Italienische Essenz: Zimt 90 g, Kardamon (gro�er) 60 g, Gargant 60 g, Gew�rznelke 15 g, Pfeffer (l�nglicher) 12 g, Muskat 8 g, graue Ambra 0,2 g, Moschus 0,2 g, Alkohol (90%) 1 I, ziehen lassen und filtern als Aphrodisiakum 20 bis 30 Tr. auf 1 W�rfelzucker
        7. aphrodisischer Wein: Vanille-Stange 30 g, Zimt 30 g, Ginseng 30 g, Rhabarber 30 g, Malaga oder alter Chablis 1 I, 2 Wochen stehen lassen, dabei t�glich sch�tteln. Filtern, dann 15 Tr. Ambra-Essenz hinzugeben.
        8. Lik�r �Perfekte Liebe�: Zitronenschale 40 g, Thymian 30 g, Zimt 15 g, Vanille 10 g, Koriander 10 g, Macis 10 g, Schnaps 2 I, 2 Wochen ziehen lassen, dann filtern und mit einem Zuckersirup aus 2 kg Zucker und 1 I Wasser verd�nnen.
        9. Siehe unter Gew�rznelke das Rezept f�r ein Zahnelixier und f�r den englischen aromatischen Essig.
          Siehe unter Ysop das Rezept des Pflanzenelixiers der Grande Chartreuse.
        10. Zimt war in den vergangenen Jahrhunderten ein sehr kostspieliges Gew�rz. Wer es sich leisten konnte, verwendete ihn beim Backen und vor allem beim ber�hmten Hypocras-Wein.* Auch in der Pharmazie wurde er h�ufig verwendet. Au�erdem diente er als Weihrauch und als Parf�m.
        11. Ein von fH. Leclerc �bermitteltes Feinschmecker-Rezept: gegrilltes Wei�brot mit Butter bestreichen und noch hei� mit Zimt best�uben.
          Fr�her trug man kleine D�schen mit Aromaten, darunter auch Zimt, bei sich, um sich vor ansteckenden Krankheiten zu sch�tzen. Chamberland schrieb 1887, da� drei Essenzen �die gr��te �ntiseptische Kraft besitzen und entweder mit Hilfe des verstr�menden Geruchs oder in Getr�nken aufgel�st wirken�. Er sprach vom ceylonesischen und chinesischen Zimt und vom Origano.
        12. Zum Schlu� ein praktisch unfehlbares Rezept: Bei den ersten Anzeichen von Grippe oder Erk�ltung - je fr�her, desto besser! -greifen Sie zu einem alten �Hausmittel�: ein Grog, den Sie mit dem Saft einer halben Zitrone und 1 EL Honig vermischen. Der Trick: In dem Wasser, das sie f�r den Grog verwenden, haben Sie vorab eine Gew�rznelke und ein St�ck Zimt zwei bis drei Minuten kochen und dann 20 Minuten ziehen lassen.

      .

      Zitronenbaum


      Citrus limonum

      Rautengew�chs

      Der Zitronenbaum soll aus Indien stammen. Heute wird er rings ums Mittelmeer angebaut.

      Verwendete Teile:


      die Frucht in verschiedenen Zubereitungsformen und die Essenz, die durch das Auspressen des �u�eren Teils der Fruchth�lle gewonnen wird (sie enth�lt viele Taschen mit Essenz). Gr�ne Fr�chte liefern mehr Essenz als ausgereifte gelbe. Ungef�hr 3000 Zitronen sind notwendig, um 1 kg Essenz herzustellen. Das Fruchtfleisch dient zur Herstellung der Zitronens�ure.

      Wichtigste bekannte Bestandteile:


      30% Saft, der 6-8% Zitronens�ure, Apfels�ure, Kalziumzitrat, Kaliumzitrat usw. enth�lt
      Kohlenhydrate: Traubenzucker, direkt assimilierbarer Fruchtzucker, Rohrzucker (Saccharose)
      Mineralsalze und Spurenelemente: Kalzium, Eisen, Silizium, Phosphor, Mangan, Kupfer Gummi, Schleim, Albumine
      Vitamine, vor allem der Gruppe B (B,, Bz, B3), A, C, PP. Die Vitamine B,, BZ und B3 spielen in der Ern�hrung, vor allem f�r das Gleichgewicht der Nerven, eine entscheidende Rolle. Das Karotin (Provitamin A) befindet sich haupts�chlich in der Schale, das Vitamin A im Fruchtfleisch und im Saft. Sie spielen w�hrend des Wachstums, aber auch zur Jungerhaltung des Gewebes eine wichtige Rolle.
      Das Vitamin C (40 bis 50 mg auf 100 g Fruchtfleisch oder Saft) spielt eine entscheidende Rolle beim Sauerstoff-Abbau. Es beeinflu�t auch die endokrinen Dr�sen.
      Das Vitamin PP ist ein wichtiger Schutzfaktor der Gef��e.
      Die Essenz enth�lt ungef�hr 95% Terpene (einen, Limonen, Phellandren, Camphen, Sesquiterpen), Linalol, Linalyl- und Geranyl-Azetat, Citral und Citronellal (6-8%), Aldehyde, ein Zitronenkampfer ...

      Eigenschaften:


      Die Eigenschaften des Zitronenbaums sind �u�erst zahlreich. In Spanien und anderen s�dlichen L�ndern wird die Zitrone systematisch und mit gesichertem Erfolg bei einer Vielzahl von Erkrankungen eingesetzt.

      Innerlich:
      • bakterienbek�mpfend (siehe Notabene), antiseptisch
      • aktiviert die wei�en Blutk�rperchen bei der Verteidigung des Organismus
      • erfrischend, fiebersenkend
      • das Nervensystem, vor allem den Sympathikus, st�rkend
      • herzst�rkend
      • alkalisierend (laut Rancoule, siehe Notabene)
      • harntreibend
      • rheuma- und gichtbek�mpfend (laut Labbe), arthritisbek�mpfend
      • beruhigend, die Magens�ure d�mpfend (siehe Notabene)
      • sklerosebek�mpfend (vorbeugend gegen Alterskrankheiten)
      • skorbutbek�mpfend
      • venenst�rkend
      • die Viskosit�t des Blutes senkend (das Blut �verfl�ssigend�)
      • blutdrucksenkend (durch die R�ckkehr zum biologischen Gleichgewicht), entschlackend
      • remineralisierend
      • blutbildend
      • die Produktion der Galle, der Magens�fte und der Bauchspeicheldr�se anregend
      • blutstillend
      • wurmtreibend
      • Insektengift bek�mpfend
      • juckreizbek�mpfend
      • die Schale ist st�rkend und bl�hungsbek�mpfend
      • der Samen wurmtreibend und fiebersenkend
      �u�erlich:
      • antiseptisch, antitoxisch
      • wundheilend
      • juckreizbek�mpfend
      • giftbek�mpfend (Insektenstiche)
      • hautpflegend
      • Motten und Ameisen vertreibend

      Anwendungsgebiete:


      Innerlich:
      • verschiedene Infektionen (Lunge, Darm ...)
      • Infektionskrankheiten (regt die Bildung der wei�en Blutk�rperchen an)
      • Sumpffieber, �berhaupt fiebrige Zust�nde (laut Cazin)
      • zur Vorbeugung bei Epidemien
      • allgemeine Schw�chezust�nde, Appetitlosigkeit
      • Bauchwassersucht (laut L. Binet und Tanret)
      • Rheuma, Arthritis, Gicht
      • Harnsteine, Gallensteine
      • Magen�bers�uerung, Magengeschw�re
      • Verdauungsbeschwerden, Luftschlucken
      • Skorbut
      • Arterienverkalkung
      • Krampfadern, Venenentz�ndungen, Schw�che der Kapillaren
      • �bergro�e Blutproduktion, �dickes Blut� (eine Kur mit Zitronen ersetzt den �Aderla߫)
      • �bergewicht
      • Bluthochdruck
      • Lungen- und Knochentuberkulose (Pottsche Krankheit)
      • Mineralmangel, w�hrend des Wachstums und der Rekonvaleszenz, Blutarmut
      • Gelbsucht, Erbrechen (laut Avicenne)
      • angegriffene Leber
      • angegriffene Bauchspeicheldr�se
      • Leberstauungen
      • Bluterkrankheit
      • Blutungen (Nase, Magen, Darm, Blut im Urin)
      • Bl�hungen
      • Ruhr, Durchfall, Typhus
      • Darmparasiten (Madenw�rmer)
      • auch bei Asthma, Bronchitis, Grippe, Tripper, Syphilis, Altersschw�che, Kopfschmerzen
      �u�erlich:

      Stirnh�hlenvereiterung Hals-, Nasen-, Ohrenentz�ndungen Nasenbluten

      Entz�ndung der Mundschleimhaut und der Zunge, Aphthen (laut Leven) Entz�ndung des Augenlidrandes Ausschl�ge, Furunkel, Flechten Migr�ne Warzen Herpes (laut Berlureaux) Frostbeulen eiternde Wunden Insektenstiche, Schorf, Kr�tze Hautpflege, Sch�nheitspflege allgemein Talg�berproduktion im Gesicht, Sommersprossen Vorbeugung gegen Hautfalten Handpflege br�chige N�gel zum Vertreiben von Motten und Ameisen

      Anwendungsarten:


      Innerlich:

      Zitronenwasser (frische Zitronenschnitze in Wasser oder der Saft von 1 Zitrone in 1/2 Glas Zuckerwasser), vor allem bei Fieber, Erbrechen und Blutungen

      Zitronensaft: besonders zur Kur geeignet, t�glich Saft von 1/2 Zitrone bis ansteigend zu 10 oder 12 Zitronen t�glich, vier oder f�nf Wochen lang; anschlie�end t�glich weiter den Saft von einer oder zwei Zitronen (m�glichst reife Fr�chte w�hlen) zu sich nehmen

      Wurmtreibend: die Schale, das Fruchtfleisch und die Kerne einer Zitrone kleinhacken, 2 Stunden in Honigwasser ziehen lassen, filtern, ausdr�cken. Vor dem Schlafengehen trinken

      auch der Sud der ganzen Frucht ist bei Darmparasiten angezeigt

      gegen Madenw�rmer: zersto�ene Kerne in Honig, morgens auf n�chternen Magen

      gegen Leberschwellungen: abends kochendes Wasser �ber drei kleingeschnittene Zitronen gie�en, morgens auf n�chternen Magen trinken

      gegen rundliche B�uche: abends eine Tasse kochendes Wasser �ber 2 Kamillie-Bl�ten und 1 in Scheiben geschnittene Zitrone gie�en, morgens auf n�chternen Magen trinken

      das gleiche Getr�nk wird bei Luftschlucken empfohlen Essenz: 5 bis 19 Tr. in Honig oder einem Getr�nk aufgel�st

      �u�erlich:

      gegen Schnupfen und Stimh�hlenvereiterungen: mehrmals t�glich einige Tropfen Zitronensaft in beide Nasenl�cher tr�ufeln

      gegen Nasenbluten: ein mit Zitronensaft getr�nkter Wattetampon

      gegen Mundschleimhautentz�ndungen und Aphthen: Zitronensaft mit Honig vermischen und den Mund damit l�ngere Zeit aussp�len

      gegen Halsentz�ndung: den Saft von 1 Zitrone mit 1 Glas lauwarmem Wasser vermischen, gurgeln

      in die Augen von Neugeborenen und gegen Lidentz�ndungen: 1 oder 2 Tr. Zitronensaft eintr�ufeln

      bei Migr�ne: mit Zitronensaft getr�nkte Kompressen auf die Stirn oder Zitronenscheiben auf die Schl�fen

      bei Verletzungen und eiternden Wunden: Zitronensaft rein oder verd�nnt auftr�ufein (antiseptisch, blutstillend)

      bei Frostbeulen: mit Zitronensaft einreiben (auch zur Vorbeugung)

      bei Ohrenschmerzen: Zitronensaft ins Ohr tr�ufeln

      gegen Warzen: zweimal t�glich mit einem stark s�urehaltigen Essig, in dem die Schalen von 2 Zitronen 1 Woche lang eingelegt wurden, einpinseln

      gegen br�chige N�gel: 1 Woche lang morgens und abends mit Zitronensaft bepinseln

      bei fetter Haut: morgens und abends die Haut mit in Zitronensaft getr�nktem Wattebausch betupfen. 20 Minuten trocknen lassen, erst dann Creme auftragen

      gegen Sommersprossen: leicht gesalzenen Zitronensaft aufpinseln

      zur Geschmeidigkeit und Weichheit der H�nde: mit folgender Mischung eincremen: Zitronensaft, Glyzerin, K�lnisch Wasser, jeweils zu gleichen Teilen

      zur Erhaltung wei�er Z�hne: einmal w�chentlich mit Zitronensaft b�rsten

      empfindliche F��e: Teilbad in Lindenbl�ten, anschlie�end mit Zitronensaft einreiben

      gegen Insektenstiche: mit einem St�ck Zitrone einreiben (bei Schlangenbisse das gleiche, allerdings n.ur als Zusatzbehandlung)

      zur Zahnfleischkr�ftigung: mit Zitronensaft einreiben
      • Notabene:
        1. Die Arbeiten von Morel und Rochaix �ber die bakterienbek�mpfenden Eigenschaften der Zitronen-Essenz haben bewiesen, da� a) verdampfte Zitronen-Essenz innerhalb von 15 Minuten den Menningokokkus, in weniger als einer Stunde die Eberth-Bakterie, in 1 bis 3 Stunden den Pneumokokkus, in 2 Stunden den Staphylokokkus aureus und in 3 bis 12 Stunden die h�molytischen Streptokokken zerst�rt; b) reine Essenz den Eberth-Erreger und den Staphylokokkus in 5 Minuten, den L�ffler-Erreger (Diphtherie) in 20 Minuten zerst�rt und den Tuberkulose-Erreger in einer Verd�nnung von 0,2% an der Vermehrung hindert. Laut Aussage von Charles Richet zerst�ren einige Tropfen Zitronensaft innerhalb von 15 Minuten 92% der Bakterien einer Auster.
        2. Wasser, das einen unsauberen Eindruck macht, kann man mit Zitronensaft trinkbar machen (Saft von 1 Zitrone auf 1 I Wasser); auch Fleisch und Fisch, die keinen frischen Eindruck mehr machen, k�nnen mit Zitronensaft genie�bar gemacht werden.
        3. Mit Zitronensaft kann man saure, gestockte Milch produzieren: den Saft einer Zitrone tropfenweise auf ,/z I Milch tr�ufeln, die Milch dabei umr�hren, bis sie k�rnig wird. Diese Milch ist sehr vitaminhaltig.
        4. Die Schale von 2 bis 3 Zitronen mit 1 I kochendem Wasser �berbr�hen, 10 Minuten ziehen lassen, einige Tropfen frischen Zitronensaft hinzuf�gen: ein ausgezeichnetes Getr�nk f�r den t�glichen Bedarf.
        5. Abf�hrende Limonade: Magnesiumkarbonat 11 g, Zitronens�ure 18 g, Wasser 300 g, mit Zitronentinktur aromatisieren.
        6. Zitrone ist Bestandteil von verschiedenen Kompositionen auf Melissengeist-Basis.
        7. Zur Zitronens�ure: Es mag manchen erstaunen, wenn er liest, da� Zitrone alkalisch wirkt und bei Magen�bers�uerungen angebracht ist. Der saure Geschmack der Zitrone bedeutet in der Tat nicht, da� die Zitrone f�r den Organismus sauer ist, denn der Geschmack ist auf organische S�uren zur�ckzuf�hren, die sich umwandeln. Experimentalwurdenachgewiesen,da�regelm��igerGenu�vonZitronen im Organismus die Produktion von Kaliumkarbonat anregt, das den �berschu� von S�ure in den K�rpers�ften neutralisiert. So hat die Praxis best�tigt, da� mit Wasser verd�nnter Zitronensaft bei Magen�bers�uerungen neutralisierend wirkt (die Zitrone wird �brigens zu den basischen Lebensmitteln gerechnet).
          Nat�rliche Zitronens�ure wird w�hrend der Verdauung mit Sauerstoff angereichert. Die freiwerdenden Salze wandeln sich in Kalzium- und Kalium-Karbonate und Bikarbonate, die das Blut alkalisch halten.
        8. Zitronen liefern entscheidend mehr Saft, wenn man sie vor dem Gebrauch 5 Minuten in hei�es Wasser legt.

      Einige n�tzliche Tips:


      Kupfer, das sich schwarz verf�rbt hat, s�ubert man mit einer halbierten Zitrone, deren Schnittfl�che mit grobem Salz eingerieben wurde.

      Silberschmuck l��t sich auf eine ziemlich einfache Weise reinigen: mit Zitrone einreiben, vor allem die Flecken mit hei�em Wasser sp�len und anschlie�end mit einem Hirschleder trockenreiben .

      Kamine aus wei�em Marmor reinigt man ebenfalls mit Zitrone: falls sich �lverschmierte Ru�flecken gebildet haben, mu� der Vorgang allerdings mehrmals wiederholt werden. Anschlie�end den Marmor mit einem feinen, leicht �lgetr�nkten Tuch polieren.

      Rostflecken auf wei�en Stoffen lassen sich ebenfalls mit Zitrone entfernen: eine Zitronenscheibe auf die betreffende Stelle legen, abdecken und mit einem hei�en B�geleisen dar�berb�geln. Vorgang notfalls wiederholen.

      Flecken an Waschbecken: mit einer Mischung aus dem Saft von 1/2 Zitrone und einer gro�en Messerspitze grobes Salz behandeln.

      Gem�se-, Obst- oder Tintenflecken an den H�nden lassen sich mit Zitronensaft entfernen.

      Ein S�ckchen mit getrockneter Zitronenschale im Kleiderschrank vertreibt Motten.

      Ameisen fliehen, wenn man eine verfaulte Zitrone auf ihren Weg legt.

      Zwiebel


      Allium cepa

      Liliengew�chs

      Volkst�mliche Namen: Bolle, Zibel, Zwiefel

      Verwendete Teile:


      Knolle und Saft

      Wichtigste bekannte Bestandteile:


      Zucker, Vitamin A, B und C, Mineralsalze: Natrium, Kalium, Kalziumphosphat und -nitrat, Eisen, Schwefel, Jod, Silizium, Phosphor- und Essigs�ure, Allyl- und Propyl-Disulfat, fl�chtiges �l, Glycokinin, Oxydasen und Diastasen (die beide durch Hitze sterilisiert werden).

      Eigenschaften:


      Innerlich:
      • allgemein anregend (Nervensystem, Leber, Niere ...)
      • stark harntreibend, Chlorverbindungen und Harnstoffe aufl�send und ausscheidend
      • rheumabek�mpfend
      • infektionsbek�mpfend, antiseptisch (Staphylokokken gegen�ber verh�lt sich die Zwiebel, laut L. Binet, �hnlich wie ein Antibiotikum)
      • sekretbildend, auswurff�rdernd
      • verdauungsf�rdernd (vor allem bei der Verdauung von Mehlspeisen)
      • das Dr�sengleichgewicht wiederherstellend
      • sklerose- und thrombosebek�mpfend
      • aphrodisisch (laut fr�heren Arbeiten, die im Augenblick von H. Hull Walton wieder aufgenommen werden)
      • blutzuckersenkend
      • Skrofulose bek�mpfend
      • wurmtreibend
      • leichtes Schlafmittel
      • Haut und Haare pflegend
      �u�erlich:
      • aufweichend und aufl�send
      • antiseptisch
      • schmerzlindernd
      • M�cken vertreibend

      Anwendungsgebiete:


      Innerlich:
      • allgemeine Schw�chezust�nde, geistige und k�rperliche �beranstrengung, Wachstum
      • Stoffwechselst�rungen
      • verminderte Harnproduktion, ungen�gende Ausscheidung von Fl�ssigkeiten (�deme, Bauchwassersucht, Rippenfellentz�ndung, Herzbeutelentz�ndung)
      • Wassersucht
      • Vermehrung des Rest-Stickstoffs im Blut
      • Rheuma, Arthritis
      • Gallensteine
      • Darmg�rungen (Durchfall)
      • Infektionen des Genital- und Harntraktes
      • Beschwerden der Atemwege (Schnupfen, Bronchitis, Asthma, Kehlkopfentz�ndung)
      • Grippe
      • Verdauungsbeschwerden
      • Ungleichgewicht im Dr�senhaushalt
      • �bergewicht
      • Arteriosklerose, Vorbeugung gegen Thrombosen
      • Vorbeugung bei Alterserscheinungen
      • Erkrankungen der Vorsteher-Dr�se
      • Impotenz
      • Diabetes
      • Lymphknotenentz�ndungen, Haut- und Schleimhautentz�ndungen, Rachitis
      • Darmparasiten
      �u�erlich:
      • Abszesse, Nagelgeschw�re, Furunkel, Wespenstiche
      • Frostbeulen, rissige Haut
      • Migr�ne
      • Schlaganfall
      • Schwerh�rigkeit
      • Ohrensausen
      • Zahnschmerzen
      • Warzen
      • Wunden, Geschw�re, Brandwunden
      • Sommersprossen
      • zum Vertreiben von M�cken

      Anwendungsarten:


      Innerlich:

      die rohe Zwiebel, in naturbelassenem Zustand oder einige Stunden in Oliven�l gelegt, f�r Salate, Rohkostgerichte, Vorspeisen, in allen Suppen

      feingehackt in Milch oder Br�he oder auf einem mit Butter oder �l bestrichenen Brot

      die gehackte Zwiebel einige Stunden in hei�em Wasser ziehen lassen, morgens n�chtern mit etwas Zitronensaft einnehmen

      gegen Grippe: 2 gehackte Zwiebeln in ,12 I Wasser einlegen. 2 Wochen lang 1 Glas zwischen den Mahlzeiten und vor dem Schlafengehen

      gegen Durchfall: 1 Handvoll Zwiebelschalen in 1 I Wasser 10 Minuten kochen lassen; t�glich 1/2 Liter trinken

      gegen Durchfall bei S�uglingen: 3 gehackte Zwiebeln mit 1 I Wasser �berbr�hen, 2 Stunden ziehen lassen, s��en

      gegen Darmparasiten: 1 gro�e, gehackte Zwiebel 6 Tage in 1 I Wei�wein ziehen lassen. 1 Woche jeden Morgen bei abnehmendem Mond 1 Glas n�chtern trinken; Kur zwei bis drei Monate lang wiederholen

      gegen Rheuma: 3 ungesch�lte Zwiebeln hacken und in 1 I Wasser 15 Minuten kochen lassen. Filtern. 1 Glas nach dem Aufstehen und vor dem Schlafengehen

      gegen Gallensteine: 1 gro�e, feingehackte Zwiebel in 4 EL

      Oliven�l anschwitzen, 150 g Wasser und 40 g ungesalzenes Schmalz hinzuf�gen, 10 Minuten kochen lassen. Einige Abende hintereinander sehr hei� trinken. 2 Stunden sp�ter, kurz vor dem Schlafengehen 1 Tasse Faulbaumsud trinken (2 bis 5 g getrocknete Rinde pro Tasse; nach dem Aufkochen 4 bis 6 Stunden abk�hlen lassen). Die Kur sollte jedes Jahr einmal durchgef�hrt werden

      in Alkohol: 10 Tage frische Zwiebeln in dem gleichen Gewicht von Alkohol (90%) mazerieren lassen. 3 bis 5 TL pro Tag (1 TL = 5 g Zwiebel)

      in 20% Alkohol: 5 bis 10 g zweimal t�glich in Zuckerwasser w�hrend der Mahlzeiten

      Zwiebelwein (nach P. Carles): feingehackte Zwiebel 300 g, fl�ssiger wei�er Honig 100 g, Wei�wein 600 g, 48 Stunden marinieren lassen, filtern. 2 bis 4 EL t�glich (50 g = 15 g Zwiebel)

      �u�erlich:

      bei Rheuma: Senfpflaster mit rohen Zwiebeln (oder auch Knoblauch)

      gegen Schlaganfall, Meningitis: als zus�tzliche Behandlung die Schl�fen mit einer Zwiebel einreiben und die F��e in 1 bis 2 kg Zwiebeln einpacken (w�hrend 8-10 Stunden)

      gegen Migr�ne: Umschl�ge mit rohen Zwiebeln auf die Stirn

      bei ungen�gender Harnproduktion: Umschl�ge mit rohen Zwiebeln auf den Unterleib bei Warzen: Zwiebel, Meersalz und Ton zu gleichen Teilen mischen. Oder: eine Zwiebel aush�hlen und mit grobem Salz f�llen. Die Warze morgens und abends mit dem gewonnenen Saft einreiben. Oder die Warze mit einer aufgeschnittenen roten Zwiebel einreiben

      bei Wespen- und Insektenstichen: die betroffene Stelle ein bis zwei Minuten lang mit einer Zwiebel einreiben (nicht vergessen, den Dorn zu entfernen)

      gegen Abszesse, Furunkel, H�morrhoiden: Umschl�ge aus gekochten Zwiebeln. Eine ohne Wasser im Ofen gebackene Zwiebel l��t Abszesse, Phlegmone und Furunkel �reifen� ...

      bei Nagelgeschw�ren: mit einer Zwiebelschale umgeben

      bei Frostbeulen, rissiger Haut, Absch�rfungen: Kompressen mit Zwiebelsaft

      bei Wunden, Schnittwunden, Geschw�ren, Brandwunden: die feine Haut, die jede Zwiebelschicht voneinander trennt, ist ein ausgezeichneter antiseptischer Verband. Auf die Wunde legen, mit einer Gaze sch�tzen und verbinden

      bei Sommersprossen*: mit Essig einreiben, in dem geriebene Zwiebeln eingelegt waren. Oder mit reinem Zwiebelsaft betupfen

      bei Ohrensausen: einen mit Zwiebelsaft getr�nkten Tampon ins Ohr einf�hren

      bei Schwerh�rigkeit: 30 g Zwiebelsaft mit 30 g Schnaps mischen und erhitzen. 3 Tr. t�glich, einer davon vor dem Schlafengehen

      bei Zahnschmerzen: die schmerzende Stelle mit einem in Zwiebelsaft getr�nkten Wattest�bchen betupfen

      eine halbierte Zwiebel, neben das Bett gelegt, vertreibt M�cken

      * Ein anderes bekanntes Mittel, mit dem ich selbst keine Erfahrungen gemacht habe, das aber den Vorzug hat, gut zu riechen: die sogenannte Jungfrauenmilch, bestehend aus 10 g Benzoeharz-Tinktur und 1/, I Rosenwasser. Kann auch zur t�glichen K�rperpflege verwendet werden.
      • Notabene:
        1. Aufgrund ihres Glucokinin-Gehaltes ist die Zwiebel blutzuckersenkend.
        2. Die rohe Zwiebel hat eine besonders starke Wirkung auf die Harnwege, die gekochte auf den Verdauungstrakt.
        3. Eine Kur mit Fr�hlingszwiebeln ist genauso empfehlenswert wie eine L�wenzahn-, Trauben- oder Thermal-Kur. Auch die gr�nen Teile junger Zwiebeln sind e�bar und enthalten viele wertvolle Stoffe (roh oder gekocht).
        4. Bei Verdauungsschwierigkeiten oder Bl�hungen wirkt eine Zwiebelsuppe Wunder (auch an Tagen nach �ppigem Essen). Die Zwiebeln nur anschwitzen, nicht braun werden lassen.
        5. Bei Schnupfen hilft Zwiebel-Sirup: Die Zwiebel in Scheiben schneiden, nebeneinander auf einen Teller legen, zuckern. 24 Stunden ziehen lassen. 2 bis 5 EL t�glich (laut Marcel Morlet).
        6. Gegen Wassersucht wurde folgende Behandlung entwickelt: dreimal t�glich nur Milchsuppe mit einer gehackten, rohen Zwiebel essen. Innerhalb einer Woche zeichnet sich eine Besserung ab, nach 2 Wochen flie�t der Urin in Str�men. Eine halbierte Zwiebel, deren Geruch tief eingeamtet wird, kann eine Nervenkrise stoppen.
        7. Eine im Ofen gebackene Zwiebel, die man beim Zubettgehen unter die Fu�sohle legt, kann Asthmatikern und Herzkranken Erleichterung verschaffen. Die Schule von Salerno r�hmte Zwiebelsaft als Mittel gegen Haarausfall.
        8. 1972 zog Professor N. Kharchenko vom medizinischen Institut von Charkow die Bilanz seiner zehnj�hrigen Besch�ftigung mit der Zwiebel. Er betonte folgende Punkte: das Vorhandensein der Vitamine B und C, des Karotens und antibiotisch wirksamer Stoffe; ihre positiven Wirkungen bei Verdauungsbeschwerden, Artheriosklerose, zu hohem Cholesterin-Gehalt im Blut, Bluthochdruck und Herzschw�chen (jeweils heilend und vorbeugend); frischer Zwiebelsaft t�tet den Diphtherie- und den Tuberkulose-Erreger ab; bei Halsentz�ndungen, Grippen und Lungenkrankheiten wirksam; �u�erlich angewendet wirksam bei infizierten und eiternden Wunden; in der Frauenheilkunde ist eine zuckrige L�sung bei Infektionen des Geb�rmutterhalses durch Trichomonaden wirksam.
          �Die Zwiebel ist ein wichtiger Grundbestandteil der Ern�hrung�, schreibt der Autor, �vor allem f�r �ltere Menschen; dar�ber hinaus ist sie ein billiges Arzneimittel, das seine heilenden oder vorbeugenden Eigenschaften auch nach langer Lagerung bewahrt.�
        9. Um nach dem Genu� roher Zwiebeln keinen �belriechenden Atem zu haben, kaut man am besten 2 oder 3 Kaffeebohnen, etwas Petersilie oder einen Apfel. Auch eine Mundsp�lung mit Wasser und wenig Pfefferminzgeist hilft.
          Riechen Ihre H�nde nach Zwiebeln, dann waschen Sie sie am besten in gesalzenem oder mit Ammoniak vermischtem (2 EL auf 1 l Wasser) Wasser.
        10. Eine alte Bauernweisheit besagt, da� der Winter sehr hart wird, wenn die �u�eren Zwiebelschalen besonders dick und zahlreich sind.
        11. Siehe auch Knoblauch, Notabene, Nr. 7.

      Einige n�tzliche Tips:

      • Zur Entfernung von Fingerabdr�cken auf T�ren und Fenstern eine Zwiebel (oder auch eine Kartoffel) halbieren und die entsprechende Stelle damit abreiben.
      • Wenn Sie Kupfer mit Zwiebelsaft d�nn einpinseln, kann es keine Fliegenflecke bekommen.
      • Zur Holzwurmbek�mpfung reiben Sie die betroffenen Stellen am besten 10 bis 15 Tage lang mit einer halbierten Zwiebel ein.
      • Gegenst�nde aus Nickel,die mit einer Zwiebel eingerieben wurden, rosten nicht.
      • Wenn Sie feuchte Erde und eine geriebene Zwiebel miteinander vermischen, erhalten Sie ein ausgezeichnetes Kupferputzmittel.
      • Zur Reinigung von Fenstern oder Messern, auch leicht angerosteten, eignet sich die Zwiebeln hervorragend.
      • Lackiertes Leder erh�lt, mit frischer Zwiebel behandelt, wieder seinen strahlenden Glanz.
      • Damit Etiketten auf Blechschachteln wirklich halten, reiben Sie die Schachteln am besten mit Zwiebel ab.
      • Sie kennen doch die �Geheimtinte�? Das ist nichts anderes als Zwiebelsaft. Die unsichtbare Schrift wird sichtbar, sobald man das Papier einer Hitzequelle aussetzt.

      Zypresse


      Cupressus sempervirens

      Zypressengew�chs

      Der �Friedhofsbaum�. Aber er hat noch viele andere Eigenschaften ...

      Verwandte Pflanzen: Hamamelis oder Zaubernu�, Hydrastis, indische Kastanie, Baumwollstrauch, Viburnum-Arten

      Verwendete Teile:


      Zapfen, Bl�tter oder Nadeln, junge Triebe, das �therische �l, das durch die Destillierung der Frucht (nu�artig) gewonnen wird. Schon in der fr�hesten Antike (Assyrer, Hippokrates), waren die Heilwirkungen der Zypresse bekannt.

      Wichtigste bekannte Bestandteile:


      Tannine (analog zu denen, die sich in der Rinde der Hamamelis befinden), ein �therisches �l, zusammengesetzt aus d-Pinen, d-Camphen, D-Sylvestren, Cymen, einem Keton, Sabinol, einem Terpen-Alkohol, Baldrians�ure, ZypressenKampfer ...

      Eigenschaften:


      Innerlich:
      • zusammenziehend
      • gef��verengend
      • venenst�rkend
      • krampfl�send
      • schwei�verhindernd
      • rheumabek�mpfend
      • harntreibend
      • das Gleichgewicht des Nervensystems f�rdernd, aber auch des sonstigen Organismus
      • krebsbek�mpfend (?)
      �u�erlich:
      • gef��verengend
      • schlechten Geruch bek�mpfend (Fu�schwei�)

      Anwendungsgebiete:


      Innerlich:
      • Blutspucken
      • H�morrhoiden
      • Krampfadern
      • Eierstockbeschwerden (schmerzhafte Monatsblutungen, Geb�rmutterblutungen)
      • Beschwerden der Post-Menopause
      • Keuchhusten
      • Krampfhusten
      • Bettn�ssen (laut C. Barbin)
      • Grippe
      • Heiserkeit (bis zum Stimmverlust)
      • Rheuma
      • Reizbarkeit
      • Kr�mpfe
      • Krebs (?)
      �u�erlich:
      • H�morrhoiden
      • Fu�schwei�

      Anwendungsarten:


      Innerlich:

      fl�ssiger Extrakt und Tinktur: 15 bis 30 Tr. vor den beiden Hauptmahlzeiten (Bettn�ssen); bei anderen Krankheiten 30 bis 60 Tr. t�glich

      Zypressen-Tinktur wird wie die von Hamamelis bei H�morrhoiden, Krampfadern, Geb�rmutterblutungen und Beschwerden der Post-Menopause sowie bei Blutspucken verschrieben (Dr. H. Leclerc): 30 bis 60 Tr. vor den beiden Hauptmahlzeiten

      weicher Extrakt: 0,15 bis 0,29 g t�glich in Pillenform

      das Holz wird haupts�chlich als schwei�verhinderndes und harntreibendes Mittel verwendet

      �therisches �l: 2 bis 4 Tr. zwei- bis dreimal t�glich in alkoholischer L�sung oder mit Honig

      �u�erlich:

      als w��rige L�sung der Tinktur (5%) oder fl�ssiger Extrakt f�r Waschungen

      Sud (20 bis 30 g auf 1 I Wasser) als Fu�bad bei �belriechenden F��en

      �therisches �l: bei Keuchhusten oder anderen Krampfhusten vier- bis f�nfmal t�glich einige Tropfen auf das Kopfkissen

      Z�pfchen mit 0,15 oder 0,39 g des weichen Extrakts

      Z�pfchen gegen H�morrhoiden: weicher Extrakt aus der Zypressenfrucht 0,15 g, weicher Opium-Extrakt 0,02 g, weicher Belladonna-Extrakt 0,02 g, Kakao-Butter 5 g, f�r ein Z�pfchen; 2 bis 3 Z�pfchen t�glich (H. Leclerc)

      Pomade gegen H�morrhoiden: weicher Extrakt aus der Zypressenfrucht 1 g, Pappelsalbe 50 g
      • Notabene: Der Sud aus Zypressenzapfen wirkt bei der Behandlung von Wunden.
      Bevor wir uns im folgenden Kapitel mit der Frage befassen, welche Krankheiten mit welchen Essenzen geheilt werden k�nnen, m�chte ich darauf hinweisen, da� die Aromatherapie, wie jede andere Therapieform auch, nicht allein jede Krankheit unter allen Umst�nden in jedem Fall heilen kann.

      Oft wird sie erst in Verbindung mit anderen Verschreibungsformen wirksam. Ausz�ge aus Aromatherapie-Gesundheit und Wohlbefinden durch pflanzliche Essenzen/Jean Valnet.
           

 


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